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Zwischenstand zu den Restaurierungsarbeiten am Schloss Mirow

11.04.2012 | Schloss Mirow

Seit März 2011 stellen wir die historischen Raumfassungen am Schloss Mirow wieder her. Dabei stellen wir soweit es möglich ist den originalen Zustand mit den seinerzeit verwendeten Baustoffen wieder her. Das erfordert genaue Analyse und Geduld.
Blick auf das Kavaliershaus (links) und das derzeit eingerüstete Schloss Mirow . Blick auf das Kavaliershaus (links) und das derzeit eingerüstete Schloss Mirow .

Was wird sich nach Abschluss der Sanierungsarbeiten verbessert haben?

Die Ausstellungsräume werden barrierefrei erschlossen sein, Fassade und Dach sind dann erneuert.

Im Zuge der barrierefreien Erschließung wird ein behindertengerechter Aufzug eingebaut und die Fußbodenhöhen in den Ausstellungsräumen im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss angepasst.

Sanierungsbedarf für die Fassade besteht aus zwei Gründen. Durch die Mitte der 1990er Jahre durchgeführte Nachgründung des Gebäudes mittels Hochdruckinjektionsverfahren wurden neue Setzungsprozesse ausgelöst, die eine erneute Rissbildung im Laufe der letzten 15 Jahre, insbesondere in der Sockelzone, ausgelöst haben.
2011 wurde eine Untersuchung des vorhandenen Außenputzes durch einen Restaurator vorgenommen, mit dem Ergebnis, dass Schloss Mirow im 19. Jahrhundert eines der ersten Gebäude in der Region ist, bei dem der Fassadenputz mit einem Portland-Zementputz ausgeführt wurde.
Der vorhandene Putz lässt sich auf das Jahr um 1860 datieren. Zementputz ist von Natur aus sehr spröde und neigt deshalb zur Rissbildung, verstärkt durch die unterschiedliche Dehnungseigenschaft des hier darunter befindlichen Ziegelmauerwerks. Ziel der Instandsetzungsarbeiten ist es nun, den historischen Putz mit entsprechender Riss-Sanierung zu erhalten.

Ausgelöst durch die starken Schneefälle der letzten beiden Winter kam es im Inneren des Schlosses zu größeren Wasserschäden infolge der teilweise undichten Dacheindeckung. Die Schwachstellen des Daches wurden sichtbar und nach Vergleich mit früheren Schadensbildern erkennbar, dass das Dach konstruktive Fehler bereits in seiner Urkonzeption aufweist. Die historische Biberschwanz-Kronendeckung ist für die vorhandene und relativ flache Dachneigung (unter 30°) im Bereich der Traufen nicht geeignet. Die starke Gliederung der Dachfläche begünstigt zudem die Bildung von Schneesäcken auf den windabgewandten Seiten. Aus denkmalpflegerischen Gründen soll jedoch das Originalerscheinungsbild mit der Biberschwanz-Deckung gewahrt bleiben. Aus diesem Grunde wird ein regen- und schneesicheres Unterdach eingebaut.

Wann wird die Restaurierung Schloss Mirow abgeschlossen?

Fertigstellung der Baumaßnahmen und Aufbau der Ausstellung ist für den Sommer 2014 geplant.

Wie hoch sind die Baukosten?

Die Baukosten belaufen sich auf ca. 7,8 Mio. €.
11.04.2012