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Rittersaal und Jagdvergnügen

09.07.2012 | Ausstellungseröffnung im Jagdschloss Granitz

Ein Ritterofen, erlauchte Jagdgäste, Hörnerklang und Kurioses aus dem Kunstgewerbe – all das und mehr gibt es ab dem 24. Juli 2012 im Jagdschloss Granitz zu entdecken. An diesem Tag wird die neue Dauerausstellung feierlich der Öffentlichkeit übergeben.
Blick nach oben - die gußeiserne Treppe im Jagdschloss Granitz. Blick nach oben - die gußeiserne Treppe im Jagdschloss Granitz.
"Rittersaal und Jagdvergnügen" - unter diesem Titel inszeniert die neue Ausstellung fürstliche Jagd und Gäste auf der Granitz und führt den bestehenden Abschnitt zur Baugeschichte des Schlosses fort.
Mit dem prunkvoll ausgestatteten Rittersaal hat die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten im Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Höhepunkt im Jagdschloss geschaffen. Ein ganz besonderer Ofen in Form eines Ritters, Tapete, Stuck und Leuchter wurden rekonstruiert. Wertvolle Waffen und die archäologische Sammlung der Fürsten zu Putbus ergänzen die Ausstattung. Es handelt sich dabei um Leihgaben aus dem Staatlichen Museum Schwerin und dem Kulturhistorischen Museum Stralsund. Historische Fotografien aus dem 19. Jahrhundert und schriftliche Quellen wie Inventare und Reisebeschreibungen gaben für Rekonstruktionen und Konzeption wertvolle Informationen.
Jagdschloss Granitz © 2007 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommerngrößer Das Jagdschloss Granitz diente während der Jagdsaison dem Aufenthalt fürstlicher Gäste. Von der hier aus gingen erlesene Besucher wie König Friedrich Wilhelm IV. mit den Hausherren auf die Jagd; sie haben ihre Eindrücke im Gästebuch hinterlassen und begegnen den Besuchern jetzt in der Ausstellung. Zeitungsmeldungen und Karten geben Auskunft über ihre Jagderfolge, Einladungskarten zur Jagd in den fürstlichen Putbus’schen Revieren zeigen die akribische Planung der Gastgeber.
Dass die Jagd auch im ganz alltäglichen Leben aufscheint, zeigt die Sammlung besonderer Gegenstände aus dem Kunstgewerbe. So sind die im19. Jahrhundert sehr beliebten Geweihmöbel heute vielleicht nur noch Kuriositäten, mit Verwunderung betrachtet. Doch Trophäen, jagdlich dekorierte Utensilien und röhrende Hirsche umgeben uns noch heute. Es braucht nur einen aufmerksamen Blick, um sie letztlich überall um uns herum zu bemerken. Dazu – zum genauen Ansehen und Entdecken – lädt die neue Ausstellung ein.
Dabei steht Kindern (und natürlich auch jedem Erwachsenen) Jagdhund Waldi zur Seite, der seine eigene Perspektive auf die verschiedenen Themen der Ausstellung zum Besten gibt und auf Besonderheiten aufmerksam macht.
"Rittersaal und Jagdvergnügen" ist die erste große Etappe einer Reihe von Rekonstruktions- und Bauarbeiten im Jagdschloss Granitz, an deren Ende eine neue Dauerausstellung zum Schloss und dem zweiten Fürstenpaar zu Putbus steht. Wilhelm und Wanda zu Putbus lebten über neun Jahre lang auf der Granitz und prägten das Jagdschloss damit neu.
Bis Ende 2013 stehen besonders Restaurierungen und Rekonstruktionen in den historischen Salons an. Hier werden die historische Raumausstattung und das Leben des Fürstenpaares in den repräsentativen Räumen vorherrschendes Thema sein.
Die umfassenden Arbeiten werden vom Land Mecklenburg-Vorpommern und aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) finanziert.
09.07.2012