Neues Kühlbecken für Simulationsanlage
Schlotmann: Pünktlich zu Semesterbeginn
Am Außenstandort für den Bereich Seefahrt der Hochschule Wismar in Warnemünde wird morgen ein neues Rückkühlbecken übergeben. Es ist Teil der Simulationsanlage, mit dem ein typischer Schiffsbetrieb für die Studenten und angehenden Schiffsoffiziere simuliert wird. Die zu Übungs- und Ausbildungszwecken installierten Schiffsmotoren erzeugen im laufenden Betrieb Wärme, die über das Rückkühlbecken abgeleitet wird.
"Das Becken kann pünktlich zum Semesterbeginn in Betrieb gehen. Damit verbessern sich die Lernbedingungen für die Studenten und angehenden Schiffsoffiziere", sagte Bauminister Volker Schlotmann heute. Die Kosten für die Erweiterung betrugen insgesamt 600.000 Euro. Der Bau hatte im Juni begonnen. Mit dem Bau waren Unternehmen aus der Region beauftragt. Verantwortlich für den Bau war der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) im Geschäftsbereich des Bauministeriums.
In dem Gebäude sind das Rektorat, die Philosophische Fakultät, das Universitätsarchiv, einige Hörsäle und Seminarräume, die Aula und Verwaltungsmitarbeiter untergebracht. Bei der Grundinstandsetzung wird neben dem Mittelbau, einschließlich Hofanbau und rechtem Flügel (Archivanbau), auch das ehemalige "Neue Museum" saniert. Dabei werden die historischen Räume rekonstruiert, insbesondere repräsentative Bereiche wie die Eingangshalle, die Haupttreppe und der Rektoratsbereich. Historische Wand-, Decken- und Bodengestaltungen werden wiederhergestellt. Unter anderem werden zwei Hörsäle und acht Seminarräume hergerichtet, die historische Aula erhält eine Belüftungsanlage. Auch die Sanitäranlagen werden erneuert. Alle Etagen des Gebäudes werden in den wesentlichen Funktionsbereichen über zwei neue Aufzüge und Hublifte barrierefrei erschlossen.
Die Rückkühlanlage (Kühlteich) wurde 1962 aufgebaut. Erweiterungen der zu kühlenden Motoren und Anlagen haben stetig zu einem höheren Kühlwasserbedarf geführt. Das alte Rückkühlbecken mit 24.000 Litern konnte die Belastungen des stetig steigenden Bedarfs an Kühlwasser nicht mehr tragen. Mit dem nun fertig gestellten neuen und größeren Rückkühlbecken, das 30.000 Liter fasst, wird der gestiegene Bedarf an Kühlwasser gedeckt. Auch wurde das Rohrleitungssystem der Anlage erneuert.
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15.10.2009