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Schlosspark Hohenzieritz

Der Luisentempel im Winter. Die Schlossparkmauer wurde am 21. Dezmeber 2009 der Öffentlichkeit übergeben. © 2009 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

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Historische Parkmauer in Hohenzieritz rekonstruiert

22.12.2009 | Schlosspark Hohenzieritz

Am Montag, dem 21. Dezember 2009 übergab Sebastian Schröder, Staatssekretär im Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung, die neu errichtete Parkmauer im Schlosspark Hohenzieritz der Öffentlichkeit. Damit ist der erste Teilabschnitt zur Wiederherstellung des historischen Parks abgeschlossen.
Aus Feldsteinen errichtet - die Mauer im Schlosspark Hohenzieritz.
Die aus Feldsteinen errichtete Umfassungsmauer hat eine Gesamtlänge von über zwei Kilometern. Sie verläuft zum Teil freistehend, zum Teil aber auch als kaum sichtbare Stützmauer. Sie markiert einerseits die Parkgrenze und bezieht zugleich die umgebende Landschaft in die Erlebbarkeit des Parks mit ein. Der ursprüngliche Verlauf der Mauer konnte anhand von Mauerresten im Untergrund nachgewiesen und rekonstruiert werden. Das für die Trockenmauer erforderliche Natursteinmaterial stammt aus der Umgebung von Neubrandenburg. Insgesamt wurden 4.350 m³ verbaut. Um das Material denkmalgerecht einsetzen zu können, mussten die Steine nach der alten Methode des Steinschlagens bearbeitet werden. So konnte mit der Beauftragung von Steinschlägern ein sehr selten gewordenes Handwerk in Hohenzieritz zu Einsatz kommen. Zugleich ergab sich ein interessanter Nebeneffekt - die frisch bearbeiteten Oberflächen der Steine ermöglichen eine genaue geologische Bestimmung des verbauten Materials.
Im Zusammenhang mit den Arbeiten an der Mauer erfolgten in den Randbereichen des Parks umfangreiche Gehölzpflegearbeiten. Hier konnte die Struktur der historischen Baumpflanzungen weitestgehend wieder hergestellt werden.

Land engagiert sich für Gartendenkmalpflege

Schlosspark Hohenzieritz © 2009 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommerngrößer Auf der Grundlage einer Denkmalpflegerischen Zielstellung sowie einer vom Ministerium bestätigten Ausführungs- und Kostenplanung hat die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten im Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern im Herbst 2008 die Wiederherstellung des nach englischem Vorbild errichteten Schlossparks beauftragt. Die denkmalpflegerischen Arbeiten umfassen weitere Teilmaßnahmen, wie die Wiederherstellung der Teiche und Geländemodellierung, die Schaffung von Sichtachsen, die Rekonstruktion der Weinlaube und den Wegebau.
Für die Gesamtmaßnahme stellt das Land ca. 1,5 Mio € zur Verfügung. Alle Arbeiten sollen bis zum Sommer 2010 abgeschlossen sein. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 200. Todestag der in Hohenzieritz verstorbenen preußischen Königin Luise wird sich der englische Landschaftspark wieder in voller Pracht präsentieren können.
Im Zeitraum von 1997 bis 2007 wurden bereits 6,3 Mio € in das Schlossensemble Hohenzieritz investiert. Zuletzt konnten der Luisen-Tempel und Denkmal sowie das Kastellanhaus restauriert werden. Das Beispiel Hohenzieritz widerspiegelt das Engagement des Landes, die reiche Schlösserlandschaft als besonderes kulturelles Erbe für den Tourismus im ländlichen Raum zu erschließen und für nachfolgende Generationen zu erhalten.
22.12.2009