Schlotmann: Land setzt bei eigenen Gebäuden verstärkt auf erneuerbare Energien
Das Land setzt bei landeseigenen Gebäuden verstärkt auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz. "Wir setzen erneuerbare Energien ein, wo immer das möglich ist. Damit wird der Staatshochbau seiner Vorbildfunktion gerecht", sagte Bauminister Volker Schlotmann heute. Er betonte: "Wir müssen umdenken. Wir können zwar nicht von heute auf morgen alle Heizungen ersetzen. Wir wollen aber Schritt für Schritt mehr Energieeffizienz in der Landesverwaltung erreichen und den Anteil der erneuerbaren Energien konsequent steigern."
So wird der Strombedarf landeseigener Gebäude ab 2012 komplett aus erneuerbaren Energien gedeckt. Pro Jahr werden in landeseigenen Gebäuden rund 120 Gigawattstunden Strom verbraucht. Der Auftrag für 2012 und 2013 wurde an das Unternehmen envia Mitteldeutsche Energie AG aus Chemnitz vergeben.Für den angebotenen Strom musste die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit entsprechendem Gütesiegel (Zertifikat) nachgewiesen werden. Die Kosten liegen bei rund 22,5 Millionen Euro pro Jahr und bleiben damit in etwa konstant.
"Auch bei Heizungsanlagen werden verstärkt erneuerbare Energien eingesetzt", sagte Schlotmann. So heizt beispielsweise das Umweltministerium mit einer Pelletheizung, das Amt für Landwirtschaft in Parchim mit Fernwärme aus einer Biogasanlage und die Universitätsbibliothek Rostock setzt Erdwärme zum Heizen und Kühlen der Buchaufstellbereiche ein.
Als Pilotprojekt wurde im Mai die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe Gülzow fertig gestellt. Hier werden der Einsatz nachwachsender Rohstoffe und erneuerbarer Energien in Kombination mit Maßnahmen zur Energieeffizienz eingesetzt. Sonnenenergie wird aktiv und passiv genutzt, Wärme wird in einer notwendigen Löschwasserszisterne gespeichert, Geothermie genutzt sowie mit einer Wasser-Wärmepumpe geheizt. Durch eine konsequente Wärmedämmung wird insgesamt wenig Energie verbraucht.
Auch auf das Sparen von Energie soll in Zukunft verstärkt geachtet werden: Für Energiesparmaßnahmen wie Optimierung der Heizungsanlagen oder Warmwasserbereitung mit Solarthermie bei rund 60 landeseigenen Gebäuden werden seit 2010 jährlich 750.000 Euro eingesetzt.
Zu den landeseigenen Gebäuden zählen Landesministerien, Hochschulgebäude, Universitätsklinika, Polizeidienststellen, Gerichte, Finanzämter sowie weitere Behörden.
Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern Schloßstraße 6–8
19053 Schwerin
Telefon: 0385 588-8003
Telefax: 0385 588-8088
pressestelle@vm.mv-regierung.de
Internet: www.mv-regierung.de/vm
19053 Schwerin
Telefon: 0385 588-8003
Telefax: 0385 588-8088
pressestelle@vm.mv-regierung.de
Internet: www.mv-regierung.de/vm
Links
- Aktuell - Energieland M-V: Erneuerung der Wärmeerzeugungsanlage
- Bauprojekt - Neubau Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) Gülzow
- Bauprojekt - Universität Rostock, Neubau Institut für Informatik und Rechenzentrum mit Audivisuellem Medienzentrum
13.07.2011