Niedrigstenergiehaus - etwas mehr als 1 Liter wird pro Jahr und Quadratmeter verbraucht.
Aktionsplan Klimaschutz M-V
10.09.2012 | Facilitymanagement im BBL M-V
Bewirtschaftungskosten machen 80 Prozent der Kosten aus, die im Lebenszyklus einer Immobilie entstehen. Die Baukosten stellen sich mit den verbleibenden 20 Prozent deutlich geringer dar.
Niedrigstenergiehaus - etwas mehr als 1 Liter wird pro Jahr und Quadratmeter verbraucht.
Verantwortungsvoll mit Steuer- und Fördergeldern umzugehen ist eine Aufgabe, zu der wir als landeseigener Betrieb verpflichtet sind. Nicht nur die baulichen Investitionen zu betrachten, sondern auf die weiteren so genannten "Lebenszyklusphasen" zu schauen und hier ebenso die Kosten fest im Blick zu haben, dafür ist bei uns - nicht ausschließlich jedoch in besonderem Maße - das Facilitymanagement verantwortlich.
Unter "Facilities" verstehen wir die landeseigenen und angemieteten Gebäude, Liegenschaften und Anlagen, die wir in infrastruktureller, kaufmännischer oder technischer Sicht bewerten.
Der Betrieb, die Wartung und Pflege der Klimaanlagen und Fahrstühle in unseren Facilities, z. B. den Polizeiinspektionen, Amtsgerichten und Finanzämtern, zählt zu den technischen Bewirtschaftungsleistungen.
Infrastrukturelles Management sind z. B. Gebäudereinigung, Außenanlagenpflege oder Wachdienste. Diese Leistungen erbringen qualifizierte Firmen in unserem Auftrag.
Das kaufmännische Gebäudemanagement ist mit der gebäudebezogenen Buchhaltung einschließlich des dazugehörigen Berichts- und Datenbankwesens sowie der Überwachung vertraglicher Leistungen befasst.
Alle Bereiche des Facilitymanagements sind wichtig für den reibungslosen Dienstbetrieb, dem Kerngeschäft unserer Nutzer. Dem sind wir verpflichtet.
Der Betrieb, die Wartung und Pflege der Klimaanlagen und Fahrstühle in unseren Facilities, z. B. den Polizeiinspektionen, Amtsgerichten und Finanzämtern, zählt zu den technischen Bewirtschaftungsleistungen.
Infrastrukturelles Management sind z. B. Gebäudereinigung, Außenanlagenpflege oder Wachdienste. Diese Leistungen erbringen qualifizierte Firmen in unserem Auftrag.
Das kaufmännische Gebäudemanagement ist mit der gebäudebezogenen Buchhaltung einschließlich des dazugehörigen Berichts- und Datenbankwesens sowie der Überwachung vertraglicher Leistungen befasst.
Alle Bereiche des Facilitymanagements sind wichtig für den reibungslosen Dienstbetrieb, dem Kerngeschäft unserer Nutzer. Dem sind wir verpflichtet.
Im Interview
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Jens Rott leitet das Dezernat Facilitymanagement und gibt im folgenden Interview für den Städtischen Anzeiger der Hansestadt Rostock u. a. darüber Auskunft, welchen Beitrag der BBL M-V zur Energiewende leistet.
Was ist für Sie der wichtigste Beweggrund, um bei der Energiewende mitzuwirken?
Als verantwortlicher Teil meines Unternehmens habe ich die Kosten im Blick. Die Kosten sind eine wichtige Stellschraube um Maßnahmen zur Energieeinsparung schlüssig zu begründen. Da absehbar ist, dass die konventionellen Energieträger in Zukunft weiteren Preissteigerungen unterliegen sind wir gehalten in Zukunftstechnologien zu investieren. Das wirtschaftliche Handeln ist also ein Hebel um Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Verringerung unseres Verbrauchs durchzusetzen.
Neben meinem beruflichen Auftrag nehme ich die Energiewende natürlich auch als eine persönliche Aufgabe an. Als verantwortungsbewusster Vater trete ich dafür ein, meinen Kindern eine saubere Umwelt zu hinterlassen und ihnen ein gutes Vorbild zu sein.
Neben meinem beruflichen Auftrag nehme ich die Energiewende natürlich auch als eine persönliche Aufgabe an. Als verantwortungsbewusster Vater trete ich dafür ein, meinen Kindern eine saubere Umwelt zu hinterlassen und ihnen ein gutes Vorbild zu sein.
Was wird in Ihrem Unternehmen für die Energiewende getan?
Die Arbeit des BBL-MV steht im Kontext des Bestrebens des Landes Mecklenburg-Vorpommerns seine führende Rolle in der Energiewende weiter auszubauen. Hier sind besonders die allgemeinen Ziele der Leitlinien "Energieland 2020" sowie des "Aktionsplanes Klimaschutz" hervorzuheben.
Der BBL M-V ist ja zum einen der Bauherr für Land und Bund in Mecklenburg-Vorpommern, zum anderen Bewirtschaften wir hier auch die Liegenschaften. Es gibt im Rahmen der von uns umgesetzten Bauaufgaben zunächst eine Vielzahl von baulichen und anlagentechnischen Maßnahmen, die zunächst den immer strengeren gesetzlichen Rahmenbedingungen bezüglich des Primärenergieverbrauchs von Gebäuden entsprechen. Sofern es wirtschaftlich darstellbar ist und durch unsere Auftraggeber gefordert wird, können wir natürlich auch über die gesetzlichen Forderungen hinausgehende Maßnahmen umsetzen.
Unser Ansatz der gebündelten Bau- und Liegenschaftsverwaltung geht aber weiter, wir betrachten die Gebäude nicht nur im entstehen, sondern vom ersten Planungsschritt an wird auch der Betrieb und die Bewirtschaftung durch Beteiligung aller Disziplinen optimiert.
In meinem Dezernat ist ein großer Teil der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Liegenschaften gebündelt. Im Rahmen des Aktionsplanes Klimaschutz erstellen wir der Energieausweise für öffentliche Gebäude und analysieren fortlaufend unseren Verbrauch und die damit verbunden Kosten. Wir setzen den Bezug von in der Erzeugung CO²-neutralem Strom für die Liegenschaften des Landes und des Bundes in Mecklenburg-Vorpommern um und führen die Aktion "EnergiespA+rer" durch, die die Mitarbeiter der Landesverwaltung beim nachhaltigen Umgang mit Energie unterstützt.
Der BBL M-V ist ja zum einen der Bauherr für Land und Bund in Mecklenburg-Vorpommern, zum anderen Bewirtschaften wir hier auch die Liegenschaften. Es gibt im Rahmen der von uns umgesetzten Bauaufgaben zunächst eine Vielzahl von baulichen und anlagentechnischen Maßnahmen, die zunächst den immer strengeren gesetzlichen Rahmenbedingungen bezüglich des Primärenergieverbrauchs von Gebäuden entsprechen. Sofern es wirtschaftlich darstellbar ist und durch unsere Auftraggeber gefordert wird, können wir natürlich auch über die gesetzlichen Forderungen hinausgehende Maßnahmen umsetzen.
Unser Ansatz der gebündelten Bau- und Liegenschaftsverwaltung geht aber weiter, wir betrachten die Gebäude nicht nur im entstehen, sondern vom ersten Planungsschritt an wird auch der Betrieb und die Bewirtschaftung durch Beteiligung aller Disziplinen optimiert.
In meinem Dezernat ist ein großer Teil der nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Liegenschaften gebündelt. Im Rahmen des Aktionsplanes Klimaschutz erstellen wir der Energieausweise für öffentliche Gebäude und analysieren fortlaufend unseren Verbrauch und die damit verbunden Kosten. Wir setzen den Bezug von in der Erzeugung CO²-neutralem Strom für die Liegenschaften des Landes und des Bundes in Mecklenburg-Vorpommern um und führen die Aktion "EnergiespA+rer" durch, die die Mitarbeiter der Landesverwaltung beim nachhaltigen Umgang mit Energie unterstützt.
Was wird Ihre nächste Tat für die Energiewende sein?
Neben konkreten Maßnahmen beschäftigen mich im Moment eigentlich viele Taten, deren Summe im Ergebnis aber noch gar nicht absehbar ist.
Die Bewirtschaftung der Landesliegenschaften erfolgt nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit, und es wird eine Minimierung des Verbrauchs von Energie und Ressourcen angestrebt. Wir werten kontinuierlich aus, wo wir unseren Verbrauch weiter senken können, und welche Maßnahmen dabei vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit geboten sind. Konkret befasse ich mich beispielsweise gerade mit der Nutzung erneuerbarer Energien, speziell der Photovoltaik auf unseren Gebäuden.
Neben den praktischen Fragestellungen arbeite ich außerdem an der strategischen Ausrichtung, welche messbaren Zielkriterien für die Nachhaltigkeit in Zukunft in Bau und Bewirtschaftung für das Land gelten sollen. Im Moment diskutieren wir intensiv wie inwieweit wir Vorgaben zur Nachhaltigkeit umsetzen oder inwieweit wir eigene Zielgrößen entwickeln.
Die Bewirtschaftung der Landesliegenschaften erfolgt nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit, und es wird eine Minimierung des Verbrauchs von Energie und Ressourcen angestrebt. Wir werten kontinuierlich aus, wo wir unseren Verbrauch weiter senken können, und welche Maßnahmen dabei vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit geboten sind. Konkret befasse ich mich beispielsweise gerade mit der Nutzung erneuerbarer Energien, speziell der Photovoltaik auf unseren Gebäuden.
Neben den praktischen Fragestellungen arbeite ich außerdem an der strategischen Ausrichtung, welche messbaren Zielkriterien für die Nachhaltigkeit in Zukunft in Bau und Bewirtschaftung für das Land gelten sollen. Im Moment diskutieren wir intensiv wie inwieweit wir Vorgaben zur Nachhaltigkeit umsetzen oder inwieweit wir eigene Zielgrößen entwickeln.
Wie lautet Ihr Energiespartipp für Jedermann?
Ein Appell an die Vernunft, dass auch zu tun, von dem man eigentlich weiß dass es Richtig ist. Also Stoßlüften statt Kipplüften, Lichtausschalten beim Verlassen des Raumes.
Mit der Aktion "EnergiespA+rer", die zurzeit in fünf Pilotliegenschaften läuft überzeugen wir die Bediensteten in den Landesliegenschaften von einfachen Energiesparmaßnahmen. Die Aktion macht den Kollegen keine Vorschriften, sondern wirbt mit konstruktiven und freiwilligen Vorschlägen um das ökologische Gewissen der Mitarbeiter.
Durch regelmäßige Erinnerungen gelingt es uns die Vorschläge zum Energiesparen im Bewusstsein der Mitarbeiter zu verankern. Im Ergebnis rechnen wir bei der landesweiten Umsetzung der Aktion, dass betrifft immerhin 19.000 Mitarbeiter, mit einer Einsparung des Energiebedarfs einer Kleinstadt wie Lübz. Aus dieser Aktion liegt mir der Hinweis am Herzen, dass man lieber Kaffee aus der Thermoskanne als von der Warmhaltplatte trinken sollte: Das schmeckt besser und spart Strom.
Mit der Aktion "EnergiespA+rer", die zurzeit in fünf Pilotliegenschaften läuft überzeugen wir die Bediensteten in den Landesliegenschaften von einfachen Energiesparmaßnahmen. Die Aktion macht den Kollegen keine Vorschriften, sondern wirbt mit konstruktiven und freiwilligen Vorschlägen um das ökologische Gewissen der Mitarbeiter.
Durch regelmäßige Erinnerungen gelingt es uns die Vorschläge zum Energiesparen im Bewusstsein der Mitarbeiter zu verankern. Im Ergebnis rechnen wir bei der landesweiten Umsetzung der Aktion, dass betrifft immerhin 19.000 Mitarbeiter, mit einer Einsparung des Energiebedarfs einer Kleinstadt wie Lübz. Aus dieser Aktion liegt mir der Hinweis am Herzen, dass man lieber Kaffee aus der Thermoskanne als von der Warmhaltplatte trinken sollte: Das schmeckt besser und spart Strom.
Was war persönlich Ihre letzte Tat zum Energiesparen?
Mein morgendlicher Arbeitsweg mit dem Fahrrad.
Links
- Nicht nur im Büro: Klimaschutz geht uns alle an.
- Interview - "Es muss niemand im Dunkeln sitzen."
- Klimaschutzaktion M-V - Energiersparen am Arbeitsplatz
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- Energiesparaktion A+ Häufig gestellte Fragen
10.09.2012