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Bauliche Instandsetzung der Schul- und Küchengebäude der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte

15.03.2012 | Neukloster

Die Landesschule in Neukloster ist in einer denkmalgeschützten Anlage aus dem 19. Jahrhundert untergebracht. Sie diente über 100 Jahre als Lehrerseminar und ist seit 1975 Schule für Blinde und Sehbehinderte, in der mehrfach behinderte Kinder betreut werden. Mehrere Gebäude, errichtet in Ziegelmauerwerk und auffällig gestaltet mit gliedernden Risaliten und Spitzbögen, sind um eine Freifläche gruppiert.

Bauliche Instandsetzung des Schulgebäudes Haus A

Fassadenausschnitt der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte in Neukloster © Betrieb für Bau und Liegenschaftengrößer Das Haus A ist das Schulgebäude mit Klassenräumen über drei Geschosse. Während der Sanierungsmaßnahmen blieb es überwiegend in Betrieb, was sowohl der Schulverwaltung als auch den Bauausführenden logistische Meisterleistungen abverlangte. Lärm ist für Blinde und Sehbehinderte eine enorme Belastung, weil das Gehöhr das fehlende Sehvermögen bei der Orientierung teilweise ersetzen muss.

Mit der nun abgeschossenen Baumaßnahme wurden im Haus A die Innenräume modernisiert, einschließlich der zukunftsfähigen technischen Ausstattung. Das Raumgefüge blieb weitestgehend unangetastet und wurde in der Hauptsache mit neuen Elektroanlagen ausgestattet. Wand-, Decken- und Bodenoberflächen wurden erneuert.

Ein umfangreicher massiver Eingriff in die Bausubstanz waren der Treppenabbruch einer Anlage aus dem 20. Jahrhundert und die Sanierung der Fassade.

Anbau und Instandsetzung Küchengebäude mit Speisesaal Haus C

Das Haus C ist das Wirtschaftsgebäude mit einem Anbau, in dem die Küche und der Speisesaal mit Nebenräumen untergebracht sind. Das vorhandene Gebäude wurde im Zuge der Baumaßnahme umgebaut und modernisiert. Zur Anpassung an die Nutzung als Küchengebäude mit Speisesaal wurden umfangreiche Raumveränderungen vorgenommen, die technische Ausstattung komplett erneuert. Der Küchenbetrieb wurde während der Bauphase provisorisch über eine Containeranlage aufrecht gehalten, um die Essenversorgung der Kinder zu gewährleisten.
Die farbigen Akzente, die im Speisesaal gesetzt wurden, unterstützen die Verbindung zwischen Altbau und Neubau und verdeutlichen funktionale und räumliche Zusammenhänge, darüber hinaus haben die Farben in dem Gebäude eine besondere Bedeutung, sie dienen den sehbehinderten Kindern als Orientierung.

Die "alte" Gebäudehülle und die "neue" Innengestaltung ergeben einen gestalterisch sich je nach Ausstattungsgrad verändernden Spannungsbogen. Außen wurde der Anbau mit einer vorgehängten Fassade mit dunklen großformatigen Platten wärmedämmtechnisch teilweise neu gestaltet, die vorhanden Fassaden instandgesetzt. Ein behindertengerechter Zugang wurde eingerichtet.

Die Gebäude wurden Ende Oktober 2011 innen zur Nutzung übergeben, die Außenanlagen wird nach dem Frost fertig gestellt.
15.03.2012

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