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Die neuen Paddocks des Landgestüts Redefin

Bei den Paddocks handelt es sich um kreisförmig eingezäunte Pferdebewegungsflächen, die auch zum Longieren und Voltigieren genutzt werden können. © Betrieb für Bau und Liegenschaften

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Neubau von drei Paddocks

19.03.2012 | Landgestüt Redefin

Pferde sind Lebewesen mit ganz speziellen Ansprüchen, die sich trotz unseres mehr und mehr technisierten Umfeldes behaupten. Im Sommer 2011 wurde das Ensemble der Möglichkeiten für Bewegung, Ausbildung und Training der Pferde im Landgestüt Redefin um einen weiteren Baustein erweitert. Vor Beginn der jährlich stattfindenden Hengstparade wurden drei fertig gestellte Paddocks durch den Betrieb für Bau und Liegenschaften M-V zur Nutzung übergeben.
Die neuen Paddocks des Landgestüts Redefin © Betrieb für Bau und Liegenschaftengrößer Entsprechend des Entwicklungskonzeptes für das Gestüt wurden in diese Ausstattung des Wirtschaftbetriebes und nicht zuletzt in die Gesundheit der Pferde fast 120.000 € durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V investiert.

Bei den Paddocks handelt es sich um kreisförmig eingezäunte Pferdebewegungsflächen, die auch zum Longieren und Voltigieren genutzt werden können.
Jede Platzeinfassung besteht aus 16 Zaunsegmenten und einem Tor. Die ungerade Elementanzahl gewährleistet einen einheitlich nutzbaren Radius von ca. 8,5 m. Die Zaunhöhe von 2,20 m und der Abstand von 5 m zwischen den Paddocks sollen eine sichere Unterbringung der oftmals temperamentvollen Tiere gewährleisten. Die Stahlrundpfosten der Einzäunung wurden über daran angeschweißte Bodenplatten mit den Einzelfundamenten durch Dübel verankert.

Die vier Stahlquerstreben der Zaunsegmente wurden durch Übergangsflansche aus Temperguss mit den Anschweißformteilen der Pfosten verbunden. Das untere Feld wurde mit gehobelten Lärchenbohlen als Sandfang geschlossen. Die Befestigung erfolgte ebenfalls an Pfostenanschweißformteilen.

Die beiden oberen Felder wurden mittig zusätzlich mit einem Elektrozaun gesichert, der über angeschraubte Ringisolatoren gehalten und von einem Elektrozaungerät bei Bedarf gespeist wird. Für die Erdung und als Blitzschutz wurde jeder zweite Metallpfosten mit einem Ringerder verbunden.

Die gewählte Stahl/Holz -Konstruktion bietet die Möglichkeit des einfachen Austausches von verschlissenen Elementen.

Der Untergrund ist in einer Drei-Schichtbauweise, bestehend aus Trag-, Trenn- und Tretschicht, hergestellt worden.

Die Tretschicht musste so beschaffen sein, dass die geforderten sport- und schutzfunktionellen sowie die technischen Anforderungen erfüllt werden. Dafür wurde ein spezieller Reitsandboden in einer Schichtdicke von ca. 15 cm aufgebracht. Aufgrund der extremen Punktbelastungen bei diesen Plätzen wurde als Trennschicht eine 4 cm hohe Reitsportmatte eingebaut, die bis 5 cm Höhe mit Lava der Körnung 2/8 aufgefüllt und in eine 0,8 cm dicke Splittschicht gebettet wurde. Diese sorgt für die notwendige Trittfestigkeit und gewährleistet aufgrund einer speziellen halboffenen Wabenstruktur für ein optimales Feuchtigkeitsniveau.
Darunter befindet sich eine wasserdurchlässige Tragschicht.

Der profilierte Untergrund besitzt ein Dachgefälle mit Dränsträngen an den Tiefpunkten. Diese sorgen für die Ableitung von Überschusswasser in ein vorhandenes Grabensystem.

Zur Platzbewässerung in Trockenperioden wurden drei Teilkreisregner auf Standrohren installiert die durch das Brauchwassernetz gespeist werden.

Die Zuwegung wurde durch eine wassergebundene Decke befestigt, das Umfeld der Paddocks in Eigenleistung des Landgestütes mit Rasen begrünt, um die Staubbelastung zu minimieren.
Mit den drei Paddocks wurden zwischen dem Gestütspark und dem Stall 1 transparente und funktionelle Allwetterplätze geschaffen, die sich in die Gestütsarchitektur einbinden und die Möglichkeiten der Pferdehaltung durch das zusätzliche Auslaufangebot erweitern.
19.03.2012