Galeriegebäude mit neuer Garderobe.
10.05.2012 | Staatliches Museum Schwerin
Die Bauarbeiten am neuen Garderoben- und Sanitärbereich unter der Haupttreppe des Galeriegebäudes am Alten Garten sind beendet und wurden am vergangenen Freitag vom Geschäftsbereich Schwerin des verantwortlichen Betriebs für Bau und Liegenschaften Schwerin an das Staatliche Museum übergeben.
Blick in den neuen Garderobenbereich.
Damit verbessert sich die Eingangssituation für die Besucher erheblich, denn es stehen jetzt Damen und Herren-WC's sowie eine Vielzahl von abschließbaren Garderobenschränken zu Verfügung.
Im Jahre 2010 wurde es möglich, durch die aus Landesmitteln finanzierte Baumaßnahme Alter Garten, einen Antrag auf Fördermittel für den Umbau des Garderoben- und Sanitärbereiches des Galeriegebäudes beim Bund zu stellen. Bewilligt wurden im Juni 2011 300.000 €, deren Umsetzung im selben Jahr als Bedingung mit der Bereitstellung der Mittel verknüpft waren.
Die Bauarbeiten waren nicht einfach, denn korrodierte Stahlträger mussten ausgetauscht und Befall mit echtem Hausschwamm bekämpft werden. Fast wie im wörtlichen Sinn haben Statiker und Prüfstatiker dann im Dezember 2011 in einer Hau-Ruck-Aktion mit der ausführenden Firma die notwendigen Berechnungen erstellt und den Austausch der Träger durchgeführt, so dass die Restleistungen der Baumaßnahme im März 2012 fertig gestellt wurden.
Galerie
Mit der Planung und Bauleitung waren die Architekten Dr. Geburtig, Ribnitz-Damgarten beauftragt. Der Entwurf zeigt ein räumliches Gefüge aus möglichst offenen, lichtdurchlässigen Elementen, die in den vorhandenen Raum gestellt wurden, um dessen Größe und Proportionen nach wie vor sichtbar zu lassen. Die dunklen Garderobenschränke sind bewusst als Kontrast zu den weißen geputzten Wandoberflächen gewählt worden. Die Hauptmaterialien Glas, Holz und geputzten Wandflächen sind in allen Bereichen eingesetzt worden und verbinden somit gestalterisch alte und neue Bausubstanz.
Das Museum wurde 1882 durch Hermann Willebrand im Auftrag von Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin fertig gestellt, ab 1918 kam es in Landesbesitz und konnte direkt nach 1945, da kaum kriegsgeschädigt, wieder eröffnet werden.