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Kunst am Bau Wettbewerb im Rahmen des Gesamtausbaus des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems

22.05.2012 | Friedrich-Loeffler-Institut Insel Riems (FLI), Wettbewerb Kunst am Bau

Der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V), Geschäftsbereich Greifswald führt im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland einen begrenzt-offenen Wettbewerb zur Kunst am Bau im Rahmen des Gesamtausbaus des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Insel Riems bei Greifswald durch.
Ansicht des Hauptgebäudes des FLI aus den 1940er Jahren
Ansicht des Hauptgebäudes des FLI aus den 1940er Jahren
Derzeit wird das seit mehr als 100 Jahren bestehende Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems zu einer der wenigen weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Tiergesundheit ausgebaut. Im Zuge umfassender Neubaumaßnahmen entstehen in 3 Baustufen neue Labor- und Stallgebäude sowie neue Verwaltungsgebäude mit Konferenzbereich. Das unter Denkmalschutz stehende Hauptgebäude des FLI wird saniert und zukünftig ebenfalls als Sitz der Verwaltung genutzt. Das Gesamtvolumen dieser umfassenden Baumaßnahmen beträgt ca. 285.000 m³.
Die Fertigstellung der als Karreebauten bezeichneten zukünftigen Verwaltungsgebäude ist für Ende 2013 geplant. Im Rahmen der Realisierung dieses 3. Bauabschnitts der Bundesbaumaßnahme soll auch das Projekt der Kunst am Bau umgesetzt werden. Vorgesehen ist die Schaffung eines Kunstwerks/Kunstobjekts im Außenbereich der für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Insel Riems. Der vorgesehene Standort des Kunstobjekts (ggf. auch mehrerer aufeinander bezogener Objekte) umfasst den Bereich der Außenanlagen zwischen dem Nothafenbecken am Greifswalder Bodden sowie dem Gebäudeensemble aus Laborneubau und der teilweise neu errichteten Anlage des Karrees mit Verwaltungs- und Konferenzbereich. Flankiert werden die Neubauten von markanten historischen Institutsgebäuden, wie dem Hauptgebäude des FLI sowie dem bereits sanierten Alten Heizhaus.
Auslobung offenes Bewerberverfahren zum Kunst am Bau Wettbewerb FLI Insel Riems © 2011 Generalplaner Insel RiemsGalerie Ziel des Kunst am Bau Wettbewerbs ist die Schaffung eines unverwechselbaren, auch medial wirksamen Zeichens, das sich in freier Assoziation auf die Aufgaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) als weltweit agierendes Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit bezieht. Die besondere Funktion des Instituts erfordert eine Auseinandersetzung mit dem inhaltlichen Spannungsfeld zwischen Kunst und Wissenschaft, Gesundheit und Krankheit (Virusforschung, darunter auch Zoonosen, d.h. Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden) und dem Spannungsfeld zwischen den Forschungsinhalten und den faszinierenden modernen bildgebenden Verfahren (Nanofotografie, welche die Struktur der Viren - Ikosaeder - darzustellen vermag). Zugleich ist ein Bezug zur umgebenden Architektur und Natur herzustellen (site-specific-art).
Neben der Funktion des Instituts besteht eine weitere Herausforderung des Wettbewerbs in der abgelegenen, isolierten Lage der für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Insel Riems. Außer von der wenig frequentierten Schiffsperspektive aus wird die Kunst ausschließlich von den etwa 400 Mitarbeiter/-innen des FLI sowie den internationalen Gästen des Konferenzbereichs gesehen. Nicht zu unterschätzen ist jedoch die mediale Verbreitung und damit öffentliche Wirkung, wenn es dem neuen Kunstwerk gelingt, eine signifikante Bildsprache zu entwickeln, die in Zukunft mit dem Friedrich-Loeffler-Institut bildlich identifiziert wird.
Fassadenentwurf des Karreeneubaus: Ansicht Ost mit Konferenzbereich - Diese Fassade ist dem zukünftigen Standort der Kunst im Außenbereich zugewandt.
Fassadenentwurf des Karreeneubaus: Ansicht Ost mit Konferenzbereich - Diese Fassade ist dem zukünftigen Standort der Kunst im Außenbereich zugewandt.
Der Kunst am Bau-Wettbewerb wird als begrenzt-offenes Verfahren - mit vorgeschaltetem offenen Bewerberverfahren - durchgeführt. Teilnahmeberechtigt sind professionelle Künstler/-innen oder Künstlergruppen mit Wohnsitz und/oder Arbeitsort in der Bundesrepublik Deutschland.
Bewerbungsschluss für die Teilnahme am Wettbewerb war der 15. Mai 2012. Am 25. Juni 2012 tagte die unabhängige Auswahlkommission, die aus den eingegangenen Bewerbungen aufgrund von Vita und Referenzprojekten 16 Künstler/-innen oder Künstlergruppen sowie 4 Nachrücker zur Teilnahme am Wettbewerb auswählte. Mit Ausgabe der Auslobungsunterlagen an die Wettbewerbsteilnehmer im Oktober 2012 startet dann der eigentliche Wettbewerb Kunst am Bau. Die Abgabe der Entwürfe ist nach viermonatiger Bearbeitungszeit für Februar 2013 vorgesehen. Nach der Juryentscheidung im April 2013 soll die Realisierung des Kunstwerks/ Kunstobjekts ab Sommer 2013 erfolgen.