Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee in Zarrentin erhält einen Erweiterungsneubau
08.06.2012 | Zarrentin
Am Dienstag, den 22. Mai 2012 wurde der fertig gestellte Erweiterungsbau durch den Geschäftsbereich Schwerin des Betriebes für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern, der mit der Projektleitung betraut war, den künftigen Nutzern übergeben.
Durch die Weiterentwicklung des ehemaligen Naturparks zum UNESCO-Biosphärenreservat entstand für das Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee, als untere Naturschutzbehörde, ein Mehrbedarf an Bürofläche, welcher mit Hilfe dieses Erweiterungsbaus auf dem Hofplatz des Amtes realisiert wurde.
Das neue Gebäude ist durch seine eigenständige Gestaltung als klarer quaderförmiger Baukörper deutlich als Ergänzungsbau erkennbar. Es nimmt Gestaltungselemente des Bestandes, wie die Holzfassade auf und tritt so in Dialog mit dem vorhandenen Verwaltungsgebäude.
Der Anschluss an das bestehende Verwaltungsgebäude erfolgt über einen offenen Steg. Im Zusammenhang mit der Stegverbindung wurde auch eine Rampenanlage hergestellt, die die barrierefreie Erschließung des Erdgeschosses und der bisher nicht stufenlos erreichbaren Erdgeschossflächen im Hauptgebäude ermöglicht.
Der Anschluss an das bestehende Verwaltungsgebäude erfolgt über einen offenen Steg. Im Zusammenhang mit der Stegverbindung wurde auch eine Rampenanlage hergestellt, die die barrierefreie Erschließung des Erdgeschosses und der bisher nicht stufenlos erreichbaren Erdgeschossflächen im Hauptgebäude ermöglicht.
Da sich das Baugelände als ehemalige Bauschuttdeponie problematisch darstellte, wurde das neue Gebäude wie auch das Bestandsgebäude auf Bohrpfählen gegründet.
Die Gründung besteht aus 18 etwa 12 bis 15 Meter langen Gründungspfählen und einem darüber liegenden Stahlbetonbalkenrost. Die Bodenplatte und die Geschossdecken sind als massive Betondecken konzipiert. Tragende und aussteifende Wände wurden aus Kalksandsteinmauerwerk errichtet. Die Außenwände erhielten auf der Außenseite ein Wärmedämmverbundsystem mit hinterlüfteten Holzlamellen. Das Dach ist als Warmdachkonstruktion mit einem kleinen Dachüberstand aus einer leichten Holzkonstruktion ausgeführt worden.
Besondere Aufmerksamkeit bei der Planung wurde auf die Erfüllung der Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung gelegt. Der Jahres-Primärenergiebedarf liegt 15% unter den vorgeschriebenen Anforderungen.
Bei dem Entwurf des Neubaus wurde auf materialsparende Konstruktionsweisen geachtet. Für die Fassadenoberflächen sowie die Fensterelemente kam Holz als nachwachsender Rohstoff zum Einsatz. Die mineralischen Massivbauteile wie das Kalksandsteinmauerwerk oder die Stahlbetonelemente sind zunächst überaus dauerhaft und lassen sich nach dem Ende ihrer Nutzungsdauer über das Baustoffrecycling problemlos wieder in den Materialkreislauf eingliedern.
Planungsdaten Erweiterungsneubau Naturparkamt Schaalsee
| Bauherr |
Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch den BBL M-V, Geschäftsbereich Schwerin |
| Baubeginn |
07.2011 |
| Bauende |
05.2012 |
| Nutzfläche |
202 m² |
| Bruttorauminhalt |
1.026 m³ |
| Baukosten |
753.000 € |
| Architekt |
Andreas Rossmann (BDA), Schwerin |
| Projektleitung, Planungen Heizung, Lüftung, |
BBL M-V Geschäftsbereich Schwerin |
| Sanitär, Außenanlagen, Gebäudeleittechnik, |
|
| Informations- und Fernmeldetechnik |
08.06.2012