Jean Laurent Legeay war Schüler der Pariser Ecole des Beaux-Arts. 1732 erhielt er den 1. Rompreis für den Entwurf eines Kirchenportals. 1737 Brevet als Schüler der Akademie Rom. Im Mai 1739 ist er in Rom tätig.
Im Jahr 1745 scheint Legeay aus Frankreich nach Berlin gekommen zu sein, wo er 1747 sechs Blätter mit Ansichten der im gleichen Jahr begonnenen, aber erst 1773 vollendeten katholischen St. Hedwigskathedrale herausgibt.
Im Oktober 1748 wird Legeay vom Herzog Christian II. Ludwig von Mecklenburg-Schwerin als Baumeister angestellt. Er beginnt mit der Neugestaltung des Schweriner Schlossgartens, übernimmt aber auch andere Aufgaben: "Er soll in Zwischenzeiten auch malen und stuccatieren.".
1752 wird Legeay zum Hofbaudirektor ernannt. Vermutlich um 1755 wird nach seinen Plänen das Fontänenhaus im Schlosspark Ludwigslust errichtet.
1756 bekommt Legeay nach langen Streitigkeiten mit dem Landbaumeister Horst den erbetenen Abschied und geht wieder nach Berlin bzw. Potsdam.
In Potsdam arbeitete Legeay 1756 bis 1763. Er wurde hier mit den Plänen zu dem 1763/1769 erbauten Neuen Palais im Park von Sanssouci beauftragt, doch überwarf er sich schon bei Beginn des Baus mit Friedrich dem Großen und verließ Potsdam 1763.
Jean Laurent Legeay
*ca. 1710; †ca. 1786, französischer Architekt, Gartenkünstler, Maler und Kupferstecher
Von Potsdam geht Legeay nach England. 1766 sendet er von London aus einen höchst beeindruckenden Entwurf für den Schlosspark Ludwigslust. Der im Landeshauptarchiv Schwerin verwahrte Plan sieht wie der des Schweriner Schlossgartens eine großzügige, axial ausgerichtete Barockanlage vor. Er ist aber stilistisch weiter entwickelt und sieht im Sinne der englisch-romantischen Parkanlagen gestaltete Partien vor, eine Folgeerscheinung des englischen Aufenthaltes Legeays. Umgesetzt wurde der Plan nicht, da er zum einen Mecklenburg zu spät erreichte und zum anderen viel zu aufwändige Umgestaltungen vorsah, die nicht die bestehenden Anlagen, wie z.B. den Kanal berücksichtigten.
Von England muss Legeay dann 1766/1967 nach Frankreich zurückgekehrt sein. Von dieser Zeit ab scheint er sich in der Hauptsache nur noch als Stecher betätigt zu haben. Gegen Ende seines Lebens beschäftigte sich Legeay mit der Erfindung nautischer Instrumente.
Im September 1786 erbittet er vom mecklenburgischen Herzog aus St.-Cignan bei Narbonne eine Pension, um seinen Lebensabend in Rom verbringen zu können. Ob dieses Gesuch Erfolg hatte und ob Legeay in Rom oder in Frankreich verstorben ist, ist unbekannt.
Von seinen Arbeiten in Mecklenburg haben sich nur der seit 1748 errichtete Schlossgarten in Schwerin, eine einheitlich großzügige Barockanlage im Sinne Le Nôtres, im einzelnen aber sehr selbständig; das Fontänenhaus im Schlosspark Ludwigslust und der Barocksaal im Rostocker Palais erhalten. Vermutlich geht auch die Umgestaltung des ehemaligen Küchengartens in Ludwigslust auf Legeay zurück. Auch ein Mitwirken bei der Gestaltung des Barockgarten Neustadt-Glewe ist denkbar, ausgeführt wurde der heute nicht mehr erhaltene Garten durch den Hofgärtner Bauer.
Im September 1786 erbittet er vom mecklenburgischen Herzog aus St.-Cignan bei Narbonne eine Pension, um seinen Lebensabend in Rom verbringen zu können. Ob dieses Gesuch Erfolg hatte und ob Legeay in Rom oder in Frankreich verstorben ist, ist unbekannt.
Von seinen Arbeiten in Mecklenburg haben sich nur der seit 1748 errichtete Schlossgarten in Schwerin, eine einheitlich großzügige Barockanlage im Sinne Le Nôtres, im einzelnen aber sehr selbständig; das Fontänenhaus im Schlosspark Ludwigslust und der Barocksaal im Rostocker Palais erhalten. Vermutlich geht auch die Umgestaltung des ehemaligen Küchengartens in Ludwigslust auf Legeay zurück. Auch ein Mitwirken bei der Gestaltung des Barockgarten Neustadt-Glewe ist denkbar, ausgeführt wurde der heute nicht mehr erhaltene Garten durch den Hofgärtner Bauer.