Neue Quartiere für Fledermaus & Co
19.11.2009 | Universitätsklinikum Rostock
Damit Fledermäuse, Turmfalken und Mauersegler auch weiterhin auf dem Campus in der Schillingallee leben können, werden derzeit 113 Nistkästen angebaut. Das ist der Ersatz für den Lebensraum, den die Tiere in den alten, abgebrochenen Gebäuden bisher gehabt haben, die für den Neubau des Ver- und Entsorgungszentrum weichen mussten.
Auf dem Areal zwischen Schillingallee und Rembrandtstraße wurde das Baufeld für den Neubau des Ver- und Entsorgungszentrum freigemacht. Die Liegendkrankeneinfahrt und Garagen an der Kinder- und Jugendklinik, die Milchküche, die Tierforschung und Teile der Dermatologie mussten dafür abgebrochen werden.
Die nach EU-Regelung zur "Roten Liste" gehörenden und damit geschützten Arten, wie z.B. Zwerg-, Fransen-, Wasser- und Breitflügelfledermäuse, Braunes Langohr, Haussperlinge, Hausrotschwanz, Mauersegler, Turmfalken, Rauchschwalben und Eulen wurden seit 1997 auf dem Campus gefunden und kartiert. Die Tiere wurden dabei mit Nachtsichtgeräten und Detektoren gesichtet. Gezählt wurden Ein- und Ausflüge der jeweiligen Arten am Morgen und am Abend und daraufhin der Bestand geschätzt.
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Bei so genannten "Kompensierungsmaßnahmen" werden die Nistkästen vorwiegend an den Außenfassaden der bestehenden Gebäuden angebracht, teilweise auch in nicht ausgebauten Dachböden. Ob die Tiere diese Quartiere annehmen, wird in den folgenden Jahren kontrolliert. Nach Vorgabe des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern sind die Kompensierungsmaßnahmen von einem Gutachter feststellen und von einem Artenschutzsachverständigen vorbereiten und auszuführen zu lassen. Damit haben wir als verantwortlicher Bauherr den Fachmann Bernd Thielke aus Steffenshagen beauftragt.
Weitere Gebäude bzw. Gebäudeteile werden künftig auf dem Campus abgerissen, um z.B. das Baufeld für den Neubau der Zentralen Medizinischen Funktionen (ZMF) freizumachen: das Pförtnerhaus an der Schillingallee, die Kinderchirurgie, ein dahinter liegendes Verwaltungsgebäude und ein Wirtschaftsgebäude. Auch dann werden wir als verantwortlicher Bauherr mit weiteren Kompensierungsmaßnahmen für den neuen Lebensraum der Tiere sorgen.
19.11.2009