
Entwurf: HWP Planungsgesellschaft mbH Stuttgart

Galerie
Das Klinikum entsteht östlich der neuen Promenade, zwischen Rudolf-Petershagen-Allee und Anklamer Straße. Die Bebauungsstruktur entspricht im Großen und Ganzen der des Wettbewerbes: 4-geschossige Bettenhäuser bilden die Fassade zur Promenade, dahinter liegen ein- bis dreigeschossige Untersuchungs- und Behandlungsgebäude, die durch ein ausgeklügeltes und weitläufiges System verglaster Bogengänge miteinander verbunden sind. Der Haupteingang des Klinikums befindet sich an der Westseite des ehemals vorhandenen DZ 8, zwischen 1. und 2. Bauabschnitt. Durch seine halbrunde Form und die Aufweitung der Promenade in diesem Bereich erfährt er seine besondere Betonung. Das DZ 8 sollte ursprünglich saniert und modernisiert werden und den 1. und 2. Bauabschnitt verbinden. Nun wird es durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt.
Galerie
Das Erscheinungsbild aller zum Klinikum gehörenden Gebäude, wie Bettentürme und Untersuchungs- und Behandlungsbereiche, orientiert sich hinsichtlich Materialien, Farb- und Formgebung konsequent an den Vorgaben des Städtebaulichen Rahmenplanes: natürliche Materialien in Form von gelben Klinkerfassaden, abgesetzt mit roten Ziegelschichten dominieren das Bild und vermitteln einen harmonischen Gesamteindruck. Glas, Aluminium und Stahl sind als komplettierende Materialien zur Markierung besonderer Bereiche und Gebäudegrenzen zu finden. Erker und Bogengänge variieren die Fassadengestaltung. Alle Fassadenteile behalten die ursprünglichen Farbtöne des Materials und es herrscht ein einheitlicher und natur belassener Gesamteindruck. Die verschiedenen funktionellen Inhalte werden durch die individuellen Strukturen insbesondere der Bettentürme hervorgehoben, die sich als kubische Baukörper mit annähernd quadratischer Grundfläche eindeutig von den dahinterliegenden flächigen Bereichen absetzen. Ein besonderes Gestaltungsmerkmal und Entwurfsprinzip ist die Anlage individuell gestalteter Innenhöfe bzw. Atrien. Im 1. Bauabschnitt beschränkte sich dies noch auf die Grünplanung der Freianlagen. Im 2. Bauabschnitt stehen die Innenhöfe immer unter der Visualisierung eines übergeordneten Mottos, z.B. in der neuen Kinderklinik unter dem Motto "Frau Holle" oder "Bleistifte und Buntstifte", als kindgerechte Motive. Die Höfe sind von den Gängen und zum Teil von den Patientenzimmern einsehbar und thematisieren ihr Motto auf abstrahierte, Phantasie anregende und plakative Weise.
Galerie
Die Planungen für den 1. BA begannen unmittelbar im Anschluss an den Wettbewerb, im Januar 1997. Von Mai 1999 bis Dezember 2003 wurde er nördlich des inzwischen abgebrochenen Diagnostikzentrums errichtet und beinhaltet folgende Bauteile bzw. Bereiche:| Kapazität |
214 Betten, 5 OP-Säle, 1 Hörsaal |
| Baukosten |
64 Mio. € |
| Baubeginn |
Mai 1999 |
| Grundsteinlegung |
03.05.2000 |
| Richtfest |
01.11.2000 |
| Bauende / Übergabe |
Dezember 2003 / April 2004 |
| Gesamtnutzfläche |
10.800 m² NF |
| Architekt |
Dall & Lindhardtsen, Dänemark |
| Tragwerksplanung |
AIU Stralsund |
| Gebäude-/Labortechnik |
PGT Planungsgemeinschaft Technik GTB, Berlin |
| Bauüberwachung |
HWP Stuttgart |
Galerie
Der 2. BA des Klinikums entsteht gegenwärtig südlich des ursprünglich vorhandenen DZ 8 und damit südlich des 1. BA. Hier wurden bzw. werden in drei viergeschossigen Bettenhäusern folgende Bereiche untergebracht: Chirurgie, Intensivmedizin, Anästhesie, Orthopädie, HNO, Urologie, Dermatologie, Kinderklinik und Frauenklinik. Die Sanierung des Diagnostikzentrum DZ 8, jetzt Ersatzneubau DZ 7, gehört mit zum 2. BA, bildet aber eine eigenständige Baumaßnahme.
| Kapazität |
373 Betten, 9 OP-Säle, 1 Hörsaal |
| Baukosten |
137 Mio. € |
| Baubeginn |
Februar 2004 |
| Richtfest |
03.11.2005 |
| Übergabe 1. Bereich |
08.08.2007 (Blutbank / Zentrallabor), 08.10.2007 (Anbau Bettenhaus - AWT-Aufzüge) |
| Übergabe 2. Bereich |
01.07.2009 (Bettenhäuser, Bauteil Süd, Magistrale) |
| Übergabe 3. Bereich |
04.01.2010 (vorgezogene Bereiche Bauteil Nord - Kinderklinik) |
| Übergabe 4. Bereich |
voraussichtlich 13.10.2010 (Hörsaal) |
| geplante Fertigstellung / Technische Übergabe |
01.07.2011 |
| Gesamtnutzfläche |
22.000 m² NF |
| Architekt / Bauüberwachung |
HWP Stuttgart |
| Tragwerksplanung |
AIU Stralsund |
| Gebäude-/Labortechnik |
PGT Planungsgemeinschaft Technik GTB, Berlin |
Galerie
Um den ständig steigenden Bedarf an Bettenkapazitäten abdecken zu können, waren bzw. sind bereits Erweiterungsmaßnahmen erforderlich. Von Oktober 2008 bis März 2009, in nur 6-monatiger Bauzeit entstand nördlich des 1. BA ein eingeschossiges Fertiggebäude in Modulbauweise. Hier wurden in 23 Modulen zwei Bettenstationen mit insgesamt 48 Betten für die Unfallchirurgie untergebracht. Eine zweite Maßnahme zur Erhöhung der Kapazität war der Bau eines zusätzlichen, 6. Bettenturmes in unmittelbarem Anschluss südlich des 2. BA. Auch hier handelt es sich um einen Montagebau aus Modulen, der mit seiner Fertigstellung im April 2011 eine Kapazitätserweiterung um 115 Betten ermöglichte. Die Farb- und Formgebung beider Erweiterungsmaßnahmen orientiert sich ausschließlich an den Gebäuden des neuen Klinikums. Mit den gelben Klinkerfassaden sind die Gebäude nach Fertigstellung als Modulbaukörper nicht mehr zu erkennen.