Zum Content springen
Schlossgarten in Neustrelitz feierlich an die Öffentlichkeit übergeben © 2019 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Auf dem Schlossberg in Neustrelitz geht es weiter

10.04.2017 | Artenschutz
Im Zuge der Planung zur Gestaltung des Schlossbergs Neustrelitz wurde während der Kartierung herausgestellt, dass in der Kellerruine des ehemaligen Schlossanbaus eine umfangreiche Population von Fledermäusen mit acht unterschiedlichen Arten vorhanden ist.
Die offene Kellerruine des ehemaligen Schlosses wird in den kommenden Jahren damit baulich gesichert. Als sogenannte Wohnstube der Fledermauspopulation entfällt sie nach der Verfüllung. Im Rahmen einer CEF-Maßnahme *1 wurde vom verantwortlichen BBL M-V Geschäftsbereich Schwerin nach einem ausreichend großen Ersatzhabitat in der Nähe gesucht. Der zweigeschossige und bisher für Fledermäuse in weiten Teilen unerschlossene Keller des Kavalierhauses bot sich als geeignetes Ausweichquartier im unmittelbaren Umfeld an.
Er wird daher vom Geschäftsbereich Schwerin des landeseigenen Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V) von April bis Anfang Juni mit einem neu zu errichtenden, unterirdischen Flugtunnel Richtung Schwanenteich baulich erschlossen. Hierzu wird der Fußweg an der Schlosskirche übergangsweise gesperrt werden. Im Inneren des Kellers werden im Weiteren umfangreiche Versteck- und Überwinterungsmöglichkeiten für die Fledermäuse geschaffen.
Die Bauarbeiten sollen vor den Schlossfestspielen 2017 abgeschlossen werden. Anschließend werden die baulichen Aktivitäten für ein halbes Jahr "ruhen", damit das Ausweichquartier zumindest von den Fledermäusen erkundet und angenommen werden kann. Im Jahr 2018 können dann planmäßig die weiteren Bauarbeiten an der Schlossruine beginnen.
*1 - Continuous Ecological Functionality-Measures = Maßnahmen zur dauerhaften Sicherung der ökologischen Funktion, gem. §44 Bundesnaturschutzgesetz