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Der BBL M-V stellte sich vor auf dem 13. Mecklenburg-Vorpommern-Tag 2018 in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock © 2018 Holger Martens  Rostock / Norman Wendler  Schwerin

Ausstellung zum Wettbewerb Kunst am Bau im Laborneubau Soldmannstraße

01.06.2015 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Neubau Laborgebäude für Botanik und Zoologie
Ab Montag, den 1. Juni 2015 können die drei Wettbewerbsentwürfe, die es bis in die zweite Runde des kürzlich stattgefundenen Wettbewerbsverfahrens geschafft hatten, im Rahmen einer kleinen Ausstellung im Laborneubau besichtigt werden.
Lageplan des Campus mit Kennzeichnung des Standortes für die Kunst © 2012 kister scheithauer gross Architekten und Stadtplaner GmbH  Leipzig Bild größer
Wettbewerb Kunst am Bau Ernst-Moritz-Arndt-Universität (EMAU) Greifswald, Neubau Laborgebäude für Botanik und Zoologie Lageplan des Campus mit Kennzeichnung des Standortes für die Kunst © 2012 kister scheithauer gross Architekten und Stadtplaner GmbH, Leipzig

Der Wettbewerb

Für den anonymen, nichtoffenen Realisierungswettbewerb mit einem direkten Einladungsverfahren waren sechs Künstler für die Teilnahme ausgewählt und im Oktober 2014 eingeladen worden. Auslober dieses Kunstwettbewerbes war das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch den Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern.
Ziel des Wettbewerbes war, den durch den L-förmigen Neubau entstandenen, nach innen orientierten Hofbereich, der als hochwertiger Aufenthaltsbereich für Studierende und Wissenschaftler geplant ist, raumgreifend künstlerisch zu gestalten. Dabei war z. B. die Thematisierung der am Campus ansässigen Forschungsgebiete ebenso möglich und wünschenswert, wie auch die Bezugnahme auf die umgebende Bebauung und die Schaffung einer neuen Identifikation im Komplex Soldmannstraße.
Auf der am 14. Januar 2015 stattgefundenen Jurysitzung konnte jedoch durch das Preisgericht keine Entscheidung zur Realisierung eines Beitrages getroffen werden, welcher die Zustimmung des Nutzers fand. Durch die Jury wurde daraufhin entschieden, ein zweites Wettbewerbsverfahren durchzuführen, zu dem die drei Künstler eingeladen werden, die im ersten Wertungsrundgang mindestens eine Ja-Stimme erhielten. Die Wettbewerbsjury unter Vorsitz von Miro Zahra, freischaffende Künstlerin und Kuratorin, tagte am 21. April 2015 erneut und empfahl die Arbeit des Wolgaster Künstlers Jürgen Kümmel, unter Beachtung einiger Empfehlungen / Auflagen zur Realisierung.

Der Siegerentwurf

Mit dem Siegerentwurf (ohne Titel) werden den zukünftigen Nutzern im Außenbereich drei plastische Zeichen in Form von aufrecht stehenden Skulpturen gesetzt und dem Innenhof so Gestalt gegeben. Die 3 bestimmenden Holzelemente nehmen, im weitesten Sinne, Bezug auf die drei im Gebäude befindlichen Lehranstalten: Botanik, Zoologie, Sammlung. Bei der Umsetzung der künstlerischen Idee kommt bewusst das organische Material Holz zur Anwendung, da dieses sowohl inhaltlich als auch im übertragenen Sinne zu beiden Instituten und der angegliederten Sammlung passt. Durchbrechungen und reliefhafte Ausarbeitungen im Holz, die beidseitig, in unterschiedlicher Weise und fragmentarischer Form angelegt sind, lassen freien Spielraum für individuelle Interpretationserlebnisse. Unterschiedliche, sich verändernde Lichteinfälle beleben den Platz und lassen ihn freundlicher wirken. Der Innenhof wird einerseits durch die rhythmisch angeordneten Skulpturen gegliedert, andererseits öffnen sich Räume für Betrachtungsspielräume und innere Ruhe. Die Ergänzung von Sitzbänken schafft Möglichkeiten zum Verweilen, zur Kommunikation und erhöht die Aufenthaltsqualität auf dem Campus.

Die Platzierten

Ebenfalls ausgestellt werden die beiden weiteren eingereichten Arbeiten des zweiten Wettbewerbsverfahrens - der Entwurf "Biotopsimulator" des Berliner Künstlers Roland Fuhrmann, eine akustische Simulation der natürlichen biologischen Vielfalt an diesem Ort - sowie der Entwurf "lifebuoy" der ebenfalls in Berlin ansässigen Künstler Peter Lindenberg und Elisabeth Lesche, eine aus simplen Fischereiutensilien zusammengesetzte raumgreifende Reuse.

Ausstellung im Neubau des Laborgebäudes

Vom 1. bis zum 12. Juni 2015 sind die drei Wettbewerbsbeiträge im Neubau des Laborgebäudes auf dem Campus Soldmannstraße zu besichtigen. Die Ausstellung befindet sich im Flurbereich des Erdgeschosses und ist jeweils von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr zugänglich.

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