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Baustelle für die Zentralen Medizinischen Funktionen auf dem Campus Schillingallee der Universitätsmedizin Rostock © 2018 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Behördenzentrum Neubrandenburg - Sanierung Block E

05.07.2018 | EFRE im BBL M-V
In der Liegenschaft des Behördenzentrum Neubrandenburg (BHZ) wird der Block E komplett für die Unterbringung von Landesdienststellen saniert. Zurzeit ist das Gebäude eingerüstet für die laufenden Abbrucharbeiten. Verantwortlich für diese Baumaßnahme ist der Geschäftsbereich Neubrandenburg des Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V).
Logo des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung

Investition in Wachstum und Beschäftigung

Förderung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden
Behördenzentrum Neubrandenburg - Sanierung Block E
Das Gebäude wurde in den Jahren 1977 und 1978 als nicht unterkellertes viergeschossiges Gebäude in Skelettbauweise errichtet. Im Süd-Westen des Gebäudes befindet sich ein eingeschossiger Mauerwerksanbau, indem der Wachschutz des BHZ untergebracht ist. Der schlechte bauliche Zustand, brandschutz- und wärmetechnische Mängel machten eine Sanierung erforderlich. Der barrierefreie Zugang war aufgrund des defekten Aufzuges nicht mehr gegeben.
Die Mindestanforderungen an den Wärmeschutz für nicht transparente Bauteile und der sommerliche Wärmeschutz wurden nicht erfüllt. Ziel der Sanierung und der thermischen Ertüchtigung der Gebäudehülle ist das Erreichen der Förderung der Baumaßnahme durch das EFRE-Programm zur Förderung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden. Für die energetische Sanierung des Gebäudes wurden Fördermittel aus dem Förderprogramm "Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden" beantragt.
Im Block E werden nach der Sanierung drei verschiedene Nutzer einziehen:
  • Ausbildungsberatung der Fachschule für Agrarwirtschaft im Erdgeschoss
  • Landesamt für ambulante Straffälligenarbeit (LaStar) im 1. Obergeschoss und Zentrallager im Erdgeschoss
  • Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQ M-V) im 2. Obergeschoss und 3. Obergeschoss


Das Gebäude wird zukünftig vollständig barrierefrei erschlossen. Aus brandschutztechnischen Gründen wird eine Fluchttreppe als Außentreppe errichtet. Alle Zugänge zum Gebäude werden barrierefrei hergerichtet, die Außenanlagen durch Grünflächen aufgewertet und die Stellplätze erneuert.
Die energetische Sanierung umfasst die komplette Erneuerung der Fassade, der Fenster, des Daches und der Fußböden.
Die Außenwände im Erdgeschoss und im Bereich der Wache bestehen aus Mauerwerk. Diese erhalten ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS), bestehend aus 120 mm dicken Dämmplatten aus Mineralwolle, die mit einem mineralischen Putz versehen werden. In den darüber liegenden drei Etagen besteht die Außenfassade aus Betonbrüstungen aus Dreischichtenplatten mit einer ca. 50 mm dicken Kerndämmung, die gleichzeitig den Sturz für das darunterliegende Geschoss bilden. Durch stichprobenartige Untersuchungen der Wetterschalen wurden Mängel an der Verankerung festgestellt, die durch den zusätzlichen Einbau von Ankern für die Wetterschalen beseitigt werden. Anschließend werden die Beton-Dreischichtenplatten mit 120 mm Platten aus Mineralwolle einer hinterlüfteten Vorhangfassade mit Putzträgerplatten bekleidet. Die Laibungen der Fenster erhalten 3 cm dicke Dämmplatten und ebenfalls eine Bekleidung mit Putzträgerplatten. Im Sockelbereich kommen 12 cm starke Dämmplatten aus PUR-Schaum zum Einsatz.
Auf die Brüstungen aufgesetzt sind in den Längsfassaden und am Ostgiebel Fensterbänder angeordnet, die durch leichte Sandwichplatten unterbrochen werden. Die Fensterbänder werden durch neue wärmegedämmte Fensterbänder aus einem System wärmegedämmter Pfosten-Riegel mit integrierten Aluminiumfenstern und wärmegedämmter Paneele ersetzt. Der Anbau Wache erhält neue wärmegedämmte Aluminiumfenster.

Alle Aufenthaltsräume in der Ost-, West- und Südseite des Gebäudes erhalten für den Sonnenschutz manuell bedienbare und außenliegende Jalousien mit seitlicher Schienenführung - die aus gestalterischen und wärmeschutztechnischen Gründen gut sichtbar montiert werden.

Der neue Fußboden im Erdgeschoss erhält eine 140 mm gegen Feuchtigkeit nicht empfindliche Wärmedämmung und eine 20 mm ebenfalls gegen Feuchtigkeit nicht empfindlichen Trittschalldämmung auf einer Stahlbetonplatte. Im Bereich des Archives mit einer Rollregalanlage wird 140 mm Schaumglas verbaut.

Die vorhandene Dachdeckung wird bis auf die Rohdecke abgebrochen und durch einen komplett neuen Dachaufbau mit im Mittel 200 mm dicken Gefälledämmplatten ersetzt.
Die Attika erhält oberhalb und auf der Innenseite eine Bekleidung von 6 cm Wärmedämmung aus PU-Hartschaumplatten und eine Kante aus Titanzinkblech am Rand des Daches.
Auf dem Dach wird eine Niederspannungs-Photovoltaik (PV)-Anlage UV-beständig mit allen notwendigen elektrischen Betriebsmitteln installiert. Es werden 108 Module in neun Feldern als gerahmte kristalline Module mit einer ca. Leistung von 270 Wp/Modul montiert. Die erzeugte PV-Elektroenergie wird zum Eigenverbrauch genutzt. Der überschüssige Teil wird ins öffentliche Elektroenergieversorgungsnetz gespeist. Durch den Energieversorger wird eine Rundsteueranlage für das externe Energiemanagement bereitgestellt.
Mit den vorgesehenen Maßnahmen werden alle drei Kriterien der Fördervoraussetzungen des EFRE-Programms erfüllt:.

  1. Absenkung des Jahres-Primärenergiebedarfs qp um mehr als 20 Prozent: hier -28,67 Prozent
  2. Absenkung des Transmissionswärmeverlustes H'T um mehr als 15 Prozent: hier -15,46 Prozent
  3. Einsatz regenerativer Energien für Wärme- oder Kälteerzeugung um mehr als 5 Prozent wird durch Ersatzmaßnahme nach § 7 EEWärmeG mittels > 70 Prozent Fernwärmeversorgung aus KWK realisiert.
Die Baumaßnahme mit insgesamt 4,2 Millionen Euro Gesamtbaukosten wird mit 1,4 Millionen Euro von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds "EFRE V-Förderung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden" im Förderzeitraum 2014-2020 gefördert

Behördenzentrum Neubrandenburg - Sanierung Block E

Bauherr Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch den BBL M-V, Geschäftsbereich Neubrandenburg
Projektleitung BBL M-V, Geschäftsbereich Neubrandenburg
Baubetreuung Architekturbüro AIN Neubrandenburg
Planung Entwurf BBL M-V, Geschäftsbereich Neubrandenburg
Planung Ausführung Architekturbüro AIN Neubrandenburg
Gesamtbaukosten 4,2 Mio. Euro, davon 1,4 Mio. Euro EFRE-Förderung
Baubeginn 11/2017
geplantes Bauende 09/2019
Nutzfläche 1.684 m²
Brutto-Grundfläche 2.593 m²

Betreten verboten! Deshalb hier ein Blick in das entkernte Gebäude im 360°-Panorama.

Behördenzentrum Neubrandenburg - Sanierung Block E Blick in das entkernte Gebäude © 2018 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Lageplan BHZ Block E in Neubrandenburg