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Baustelle für die Zentralen Medizinischen Funktionen auf dem Campus Schillingallee der Universitätsmedizin Rostock © 2018 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Campus Schillingallee - Neubau Zentrale Medizinische Funktionen (ZMF)

11.09.2015 | Universitätsklinikum Rostock
Der Neubau Zentrale Medizinische Funktionen wird nach seiner Fertigstellung das interdisziplinäre Zentrum der operativen und internistischen medizinischen Disziplinen bilden und zugleich den Hauptzugang der Universitätsmedizin Rostock sein.
Das Gebäude entwickelt sich zwischen den bestehenden Baukörpern der Chirurgischen Universitätsklinik (CUK) und dem Zentrum für Innere Medizin (ZIM) als schlanker, linearer dreigeschossiger Körper. Hierdurch wird die Maßstäblichkeit bewahrt und Beeinträchtigungen der benachbarten Bauten z. B. durch gegenseitige Verschattung minimiert. Die Gebäudeform ist aus funktionalen Zusammenhängen vorwiegend horizontal aufzureihender Funktionsbereiche mit Anbindung der Funktionsstellen in Bestandsbauten auf gleicher Ebene begründet. Zum Park hin erhöht sich der Baukörper auf vier Geschosse und bietet einen freien Ausblick in den kontemplativ (d. R.: beschaulich) ausgerichteten Patientengarten.
Im Ergebnis der Prüfung des Bauprojekts durch den Landesrechnungshof Mecklenburg-Vorpommern, waren die baulichen Planungen für das größte Bauprojekt des BBL M-V zu überprüfen und in Einklang mit dem Betriebsorganisationskonzept der Universitätsmedizin Rostock zu bringen. Die Planungen für den Neubau ZMF sind angepasst worden, verantwortlich dafür ist der BBL M-V und die von ihm beauftragten Planungsbüros in enger Abstimmung mit der Universitätsmedizin Rostock. Die Parameter für die Änderungsplanungen kommen aus einem für den baulich relevanten Teil des Betriebsorganisationskonzepts (BOK), für deren Erstellung und Inhalt die Universitätsmedizin Rostock verantwortlich ist.

Das ZMF wird die Arbeitsbedingungen für das medizinische Personal verbessern und eine bestmögliche Versorgung der Patienten ermöglichen.
Die Planungsunterlagen dafür sind bereits beauftragt. Nach Prüfung und Freigabe kann die sogenannte Ausführungsunterlage erstellt und mit der Ausschreibung der Bauleistungen begonnen werden.

Tunnel und Bunkeranlagen auf dem Campus Schillingallee

Im Kern besteht das unterirdische Versorgungssystem auf dem Campus Schillingallee aus einem langen, vor dem 2. Weltkrieg gebauten Luftschutzbunker, an den ein Teil der Gebäude angeschlossen ist sowie aus Tunnelbauwerken, die im Zuge von Baumaßnahmen u. a. für den Neubau des Ver- und Entsorgungszentrums errichtet worden sind.
Die unterirdischen Anlagen sowie die erdberührten Bauteile der Hochbauten auf dem Campus Schillingallee sind von hoch anstehendem Grund- und Schichtenwasser betroffen.
Aufgrund der immer wieder auftretenden Feuchtigkeit im Bunker mit seinen etwa 1,50 Meter dicken Wänden, erfolgen eine Bunker-Teilsanierung und ein Ersatzneubau. Verantwortlich für das Bauprojekt, das mit 4,4 Mio. Euro aus dem Landeshaushalt finanziert wird, ist der BBL M-V Geschäftsbereich Hochschul- und Klinikbau in Rostock. Baubeginn war Mitte des vergangenen Jahres. Fertigstellung ist für das Ende 2014 geplant, sofern Störungen im Bauablauf nicht auftreten. Das Bauprojet liegt somit im geplanten Kosten- und Zeitrahmen.
Die Sanierung der Bunkeranlagen besteht in Abdichtungsarbeiten im Zuge der Herrichtung von unterirdischen Fahrtrassen für die Automatische Warentransportanlage (AWT) sowie für die Ver- und Entsorgung der Medien.
Da zur Schaffung des erforderlichen Haftgrundes für die Dichtschlämme bei der Innenabdichtung des Bunkers die Oberflächen wassergestrahlt werden, kommt es dabei für den Zeitraum der Arbeiten zum Anfall von Wasser in dem jeweiligen Tunnelabschnitt. In der für die Herstellung der Verbindungen zwischen den Fahrtrassen und dem fertiggestellten Bunkerersatzbauwerk erforderlichen Zeit wird die unterirdische Versorgung unterbrochen sein.
Bisher hat es im Verlauf der Arbeiten keine Wassereinbrüche am unterirdischen Tunnelsystem mit der Folge von Nutzungseinschränkungen gegeben.