Zum Content springen
Baustelle für die Zentralen Medizinischen Funktionen auf dem Campus Schillingallee der Universitätsmedizin Rostock © 2018 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Der Campus Schillingallee wächst weiter - das Biomedicum entsteht

17.07.2018 | EFRE im BBL M-V
Der Neubau des Gebäudes Biomedicum wird einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung der Universitätsmedizin Rostock (UMR) darstellen. Auf dem von der UMR erworbenen Grundstück in der Kopernikusstraße im Rostocker Hansaviertel zwischen dem Kindergarten "Butzemannhaus" und dem WIRO-Parkhaus plant der Geschäftsbereich Hochschul- und Klinikbau des landeseigenen Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V) das Forschungs- und Laborgebäude zu errichten.
Logo des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung

Investition in Wachstum und Beschäftigung

Förderung der Forschungs- und Innovationskompetenzen an Hochschulen
Universitätsmedizin Rostock - Neubau Biomedicum

Der Entwurf

Der Neubau Biomedicum stellt insofern eine Herausforderung dar, als dass sich das Gebäude in die unterschiedliche Bebauung der Umgebung einfügen muss. Aus der Leitidee des Planungsbüros MHB, das Gebäude als Gelenk zwischen Parkhauses, Kindergarten, Wohnbebauung und den Gebäuden der UMR zu betrachten und die unterschiedlichen Gebäudekanten aufzunehmen, entstand zunächst die Kubatur des Baukörpers.
Entlang der Kopernikusstraße knickt die gesamte Bebauung in einem Winkel von ca. 45 Grad ab, so dass das Grundstück und damit das zu planende Gebäude zum Gelenk zwischen der Bebauung Kopernikusstraße zum restlichen Hansaviertel inkl. Campus Schillingallee wird.
Im Zuge der weiteren Planung und einer flächenmäßigen Optimierung des Gebäudes steht das kompakte und viergeschossige Biomedicum rechtwinklig zur Kopernikusstraße und parallel zum benachbarten Kindergarten, dessen Bauflucht aufgenommen wird.
Aufgrund der Ausbildung als Staffelgeschoss und des gewählten Materials für die Fassade nimmt sich das geplante Technikgeschoss optisch stark zurück. Die Wahl des Materials für die Fassade gibt Rückschlüsse auf die im Norden des Landes vorherrschende Backsteinarchitektur, sowie das Bestreben einen langlebigen und nachhaltigen Baustoff zu verwenden. Die helle Beige-Ton der Klinker bezieht sich auf die bereits vorhandenen Gebäude der UMR, z. B. in der Schillingallee 70 oder das Zentrum für Innere Medizin, sowie die Wohnbebauung im Hansaviertel.

Das Raumprogramm

Im vorliegenden Raum- und Funktionsprogramm sind von den geplanten 3.057 m² Nutzfläche, 2.389 m² Nutzfläche für Forschungsflächen und 668 m² Nutzfläche für Lehrflächen vorgesehen.
Die Räume für die Lehre werden sich - leicht zugänglich - im Erdgeschoss befinden. Eine Besonderheit in diesem Bereich stellt die Simulationsarena dar, in der beispielsweise Unfallsituationen so realistisch wie möglich wiedergegeben werden können und an denen die Studenten ihr Wissen anwenden können. Somit wird die Wettbewerbsfähigkeit der UMR deutschlandweit gestärkt.
Die Multifunktionsräume sind so angeordnet, so dass diese je nach Bedarf in verschiedenen Varianten kombinierbar sind. Die Labore bilden den kompakten Kern der Forschungsbereiche. Im Raster von 3,60 m sind jeweils sieben Großraumlabore aneinandergereiht, die Auswertezone befinden sich an den Fensterfronten und sind durch Glaswände zu den Laboren getrennt. Dem gegenüber befinden sich die Speziallabore und Geräteräume die gemeinschaftlich genutzt werden. Um diesen Laborkern legen sich die Büros und der Sozialbereich wie ein Mantel.

Die Vorbereitung des Baufeldes

Als vorbereitende Maßnahme wird auf dem Baufeld derzeit die Kampfmittelsondierung durchgeführt. Der Baubeginn für den Rohbau ist für Ende September 2018 geplant, die Grundsteinlegung für den Oktober 2018.

Die Investition des Landes M-V und die Förderung der EU

Das Land Mecklenburg-Vorpommern investiert mit Unterstützung der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ca. 20 Millionen Euro in den Neubau. Damit wird das EFRE-Förderziel "Forschungs- und Innovationskompetenzen an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen" verfolgt und mit der geplanten Fertigstellung in drei Jahren umgesetzt. Das Bauprojekt setzt der BBL M-V Geschäftsbereich Hochschul- und Klinikbau um. Im Auftrag des BBL M-V erstellt die Rostocker MHB Planungsgesellschaft mbH die Planungsunterlagen.

Rundumblick auf dem Baufeld

360 - Neubau Biomedicum - Kampfmittelsondierung auf dem Baufeld Rundumblick über und unter der Erdoberfläche - über die Bohrlöcher wird die Sonde in eine Tiefe bis zu 6 Meter herabgelassen. © 2018 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Baufeld Biomedicum, Universitätsmedizin Rostock