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Schlossgarten in Neustrelitz feierlich an die Öffentlichkeit übergeben © 2019 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Einführung der eVergabe im BBL M-V

15.04.2016 | Elektronische Vergabe von Aufträgen
Die Einführung der elektronischen Vergabe von Aufträgen des BBL M-V steht kurz bevor. Ab 18. April 2016 ist der BBL M-V aufgrund gesetzlicher Regelungen dazu verpflichtet, seine Aufträge elektronisch auszuschreiben. Wie die Einführung funktioniert, was es für Sie als Bieter und potentieller Auftragnehmer zu beachten gilt, um an diesem digitalisierten Verfahren teilnehmen zu können, das erfahren Sie hier.
Der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V) ist verantwortlich für die sach- und fachgerechte Unterbringung der Landesdienststellen, die Bewirtschaftung des landeseigenen Immobilienbestandes sowie den Staatlichen Hochbau in Mecklenburg-Vorpommern. Im Zusammenhang mit diesen Kernaufgaben werden jährlich Bau- und Bewirtschaftungsleistungen im Umfang von ca. 250 Mio. Euro ausgeschrieben und eingekauft. Im vergangenen Jahr wickelte der BBL M-V über seine Zentrale Vergabestelle (ZVS) ca. 1.200 Ausschreibungen ab.
Aufgrund einer EU-Vorgabe wird der BBL M-V ab dem 18. April 2016 das Ausschreibungsverfahren mittels der sogenannten elektronischen Vergabe (eVergabe) einführen. Hierzu finden am
  • 26.04.2016 von 18 Uhr bis 20 Uhr in Schwerin, Justizministerium, Goldener Saal,
  • 27.04.2016 von 18 Uhr bis 20 Uhr in Neubrandenburg, Hochschule Neubrandenburg, Hörsaal 1 und am
  • 28.04.2016 von 18 Uhr bis 20 Uhr in Rostock, Uni Rostock, großer Hörsaal Albert-Einstein-Str.2
Informationsveranstaltungen zur Einführung der eVergabe im BBL M-V statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Es wird jedoch um Voranmeldung bis zum 15.04.2016 an zvs@bbl-mv.de gebeten.
Die eVergabe ist die elektronische Durchführung von Verfahren zur Vergabe öffentlicher Aufträge. Die wesentlichen Phasen einer Ausschreibung - von der Bereitstellung der Vergabeunterlagen über die Angebotsabgabe und die Submission bis zum Zuschlag - erfolgen elektronisch unterstützt.
Für Sie als potentiellen Bieter ergeben sich daraus folgende Vorteile:
  • kostenfreie Recherche nach Bekanntmachungen zu öffentlichen Vergabeverfahren auf der Vergabeplattform (www.vergabe.rib.de)
  • Bereitstellung der Vergabeunterlagen auf der Vergabeplattform kostenlos zum Download; ab dem 18.April 2016 ist hierzu keine Registrierung erforderlich.
  • Bei elektronischer Angebotsabgabe:
    • Innerhalb des sog. Bieterclients auf der Vergabeplattform ist das Öffnen und Bearbeiten der Vergabeunterlagen mit dem dort implementierten Programm ava-sign kostenlos möglich. Über den dortigen Abgabeassistenten ist auch die Angebotsabgabe ohne eine eigene AVA-Software kostenlos möglich
    • Vermeidung von Formfehlern (System schließt Verfahrensfehler mit Prüfroutinen und Vollständigkeitskontrollen aus) sowie o Einsicht in das Eröffnungsprotokoll unmittelbar nach Beendigung der Angebotsöffnung
Sie erhalten die Informationen über alle laufenden Ausschreibungen auf unserer Internetseite
www.bbl-mv.de/eVergabe.
Wenn Sie zukünftig an Ausschreibungsverfahren des BBL M-V teilnehmen möchten, ist es erforderlich, sich die Vergabeunterlagen von der Vergabeplattform herunterzuladen. Wenn Sie Ihr Angebot elektronisch auf der Vergabeplattform abgeben wollen, ist eine einmalige Registrierung erforderlich. Diese Registrierung ist ab dem 18. April 2016 kostenlos. Die elektronische Angebotsabgabe kann mittels qualifizierter elektronischer Signatur, fortgeschrittener elektronischer Signatur und in Textform über die Vergabeplattform erfolgen.

1. Qualifizierte elektronische Signatur

Hier befindet sich die Signatur auf dem elektronischen Chip einer Karte. Zur Signatur gehört noch ein PIN-Code. Für die Nutzung benötigen Sie zusätzlich noch ein Kartenlesegerät mit PIN-Eingabemöglichkeit. Bei der elektronischen Angebotsabgabe stecken Sie die Karte in das Lesegerät und geben Ihren PIN-Code ein, damit das Angebot an den sicheren Angebotsserver übertragen und bei der Angebotsöffnung von der Vergabestelle abgerufen werden kann.
Die qualifizierte elektronische Signatur kann für die eVergabe und weitere Bereiche eingesetzt werden wie z. B. dem eBanking.  Bezug der qualifizierten elektronischen Signatur:
  • ab 99 Euro, gültig für zwei Jahre,  z. B. :Bundesdruckerei (D-Trust), Telekom (Telesec)

2. Fortgeschrittene elektronische Signatur

Bei der fortgeschrittenen elektronischen Signatur handelt es sich um ein Software-Zertifikat, dem ein PIN-Code zugeordnet wird. Das Zertifikat legen Sie an einer beliebigen Stelle - auf Ihrem Rechner oder z.B. einem USB-Stick - ab. Bei der elektronischen Angebotsabgabe werden Sie aufgefordert, diese Datei mit dem zugehörigen PIN-Code einzulesen. Ihr digitales Angebot wird dann an einen sicheren Angebotsserver übertragen und bei der Angebotsöffnung von der Vergabestelle abgerufen.
Die fortgeschrittene Signatur ist nur für die Teilnahme an der eVergabe vorgesehen.
Bezug der fortgeschrittenen digitalen Signatur:
  • Zertifikat eVergabe, gültig für zwei Jahre, kostet ca. 69 Euro/Jahr,  z. B.: Bundesdruckerei (D-Trust)

3. Textform

Bei der Angebotsabgabe in Textform nach § 126b BGB mithilfe elektronischer Mittel werden die Angebotsunterlagen ebenfalls verschlüsselt über die Vergabeplattform an die ausschreibende Vergabestelle übermittelt.
Bei diesem elektronischen Verfahren benötigen Sie weder Kartenlesegeräte und Signaturkarten noch Softwarezertifikate oder sonstige Software. Bei elektronischer Angebotsübermittlung in Textform sind der Bieter und die natürliche Person, die die Erklärung abgibt, zu benennen, damit das Angebot an den sicheren Angebotsserver übertragen und bei der Angebotsöffnung von der Vergabestelle abgerufen werden kann.
Die Angebotsabgabe mittels Textform wird durch das Bietertool der Vergabeplattform unterstützt.
Um künftig keine Informationen zur Einführung der eVergabe im BBL M-V zu verpassen, informieren Sie sich regelmäßig auf unserer Internetseite www.bbl-mv.de/eVergabe.

Informationsveranstaltung zur Einführung der eVergabe im BBL M-V

- Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern, im Goldenen Saal am 26.04.2016 von 18 bis 20 Uhr
- Hochschule Neubrandenburg, Hörsaal 1 in Haus 1 am 27.04.2016 von 18 bis 20 Uhr
- Universität Rostock, im großen Hörsaal am 28.04.2016 von 18 bis 20 Uhr

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