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Baustelle für die Zentralen Medizinischen Funktionen auf dem Campus Schillingallee der Universitätsmedizin Rostock © 2018 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Erweiterungsneubau für das Institut für Chemie der Universität Rostock auf dem Campus Südstadt

05.12.2016 | EFRE im BBL M-V
Auf dem Campus Südstadt entsteht ein neues Institutsgebäude. Das Gebäude nimmt ein weiteres Baufeld entlang der Campusachse ein. Neben dem Neubau Department Leben, Licht und Materie wird vom für das Bauprojekt verantwortlichen BBL M-V Geschäftsbereich Hochschul- und Klinikbau zwischen August 2016 und Ende 2018 das Gebäude nach den Kriterien Nachhaltiges Bauen (BNB) errichtet.
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Förderung der Forschungs- und Innovationskompetenzen an Hochschulen
Universität Rostock - Neubau Institut für Chemie
Ansicht von Westen: So wird das Gebäude nach seiner Fertigstellung 2018 aussehen. © 2016 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern Bild größer
Erweiterungsbau Institut für Chemie, Universität Rostock, Campus Südstadt Ansicht von Westen: So wird das Gebäude nach seiner Fertigstellung 2018 aussehen. © 2016 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern
Auf dem Gelände des Campus Südstadt wird der Erweiterungsbau Chemie auf dem Baufeld N3a (blau markiert im Bild 2 der Bildergalerie) - nördlich der Campusstraße im Anschluss an den Erweiterungsbau des Leibnitz-Instituts für Katalyse e.V. (LIKAT) - entstehen. Das vorgegebene Baufeld hat eine Fläche von 30m x 60m und ist in Nord-Süd Richtung ausgerichtet.
Für das Projekt liegt eine BNB-Zielvereinbarung vor, mit der die Stufe "Silber" erreicht werden soll. Betreut wird der gesamte Planungsprozess durch den vom BBL M-V beauftragten Auditor MNP Ingenieure aus Lübeck. Dabei kommen sämtliche Kriterien der Nachhaltigkeit wie ökologische, ökonomische und soziokulturelle Qualität, Prozessqualität sowie die Qualität des Standortes auf den Prüfstand.

Architektur

Eingebettet in den universitären Campus überzeugt der Erweiterungsbau der Chemie durch seine Klarheit in Form, Material und Funktion. Ein- und Ausblicke, offene und geschlossene Bereiche, eine optimierte Orientierung, ein von Licht durchflutetes Atrium, eine behindertengerechte Erschließung aller Ebenen, eine gezielte schlichte Materialität sowie kurze Wege und hohe Funktionalität prägen das neue Gebäude in seiner Architektursprache.
Der Haupteingang befindet sich direkt am Campusboulevard. Das Gebäude wird über eine leichte Freitreppe und einen behindertengerechten Aufzug im viergeschossigen Atrium erschlossen. Der Zugang zum Gebäude gestaltet sich als Durchgang mit Überraschungseffekt. Gezielte Einblicke und eine logische Wegeführung dienen der guten Orientierung innerhalb des Hauses. Darüber hinaus prägen sowohl die bauliche als auch gestalterische Trennung der Büro- und Laborbereiche das Gebäude.
Die Idee der klaren Struktur und Funktion spiegelt sich auch in der äußeren Gestaltung wider. Bodenständige Materialien und eine große Liebe zum Detail in der Ausführung bilden in Symbiose mit der gut strukturierte Klinkerfassade, der angemessenen Verglasung und den hohen, schlanken Fensterformaten im Büro- und Laborbereich das Erscheinungsbild des Gebäudes. Die Glasfassade zum Boulevard schafft Durchblicke in das Atrium.

Gebäudetechnik

Die Wärmeversorgung des Gebäudes wird als bivalentes System ausgeführt. Zum einen durch einen Anschluss an das bestehende Nahwärmenetz der Universität Rostock zum anderen über eine Wärmepumpe mit Erdsondenfeld. Die geothermische Anlage soll eine wirtschaftliche und nachhaltige Grundlastdeckung des anfallenden Wärme- und Kältebedarfs des Neubaus ermöglichen. Spitzenlastabforderungen sollen mittels zusätzlicher Wärme-/Kälteerzeuger abgedeckt werden.
Auf dem größten Teil des Daches ist eine Photovoltaikanlage berücksichtigt. Die Anlage bestehend aus ca. 128 Modulen ist in das extensiv begrünte Dach integriert. Die Anlage produziert ca. 30 kWp. Die gesamte Leistung wird für den Eigenverbrauch genutzt.

Planungsdaten - Erweiterungsneubau Institut für Chemie, Universität Rostock

Bauherr Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch den Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern, Geschäftsbereich Hochschul- und Klinikbau
Gesamtbaukosten 17,2 Mio. Euro
EU-Förderanteil (EFRE) 8,2 Mio. Euro
Baubeginn 08.2016
geplantes Bauende 2019
Hauptnutzfläche 2.714 m²
Bruttorauminhalt 6.262 m³
Stand: 5. Dezember 2016
Neubau eines Forschungs- und Lehrgebäudes für das Institut für Chemie der Universität Rostock