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Der BBL M-V stellte sich vor auf dem 13. Mecklenburg-Vorpommern-Tag 2018 in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock © 2018 Holger Martens  Rostock / Norman Wendler  Schwerin

Größtes Bundesbauprojekt des BBL M-V wurde gerichtet

05.09.2018 | Richtfest für das Marine-Operation-Center (MOC)
Gestern, am 4. September 2018, feierte der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V) das Richtfest an seinem derzeit größten Bauprojekt für die Bundesrepublik. In der Hansekaserne in Rostock wurde der Rohbau gerichtet, der 60.000 Kubikmeter umbauten Raum umfasst. Der BBL M-V dankte mit dem Richtfest allen am Bau Beteiligten.
Der Einladung des BBL M-V zu dem traditionellen Akt folgten Ursula von der Leyen, Bundesministerin der Verteidigung, Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Vizeadmiral Andreas Krause, der Inspekteur der Marine, sowie Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski, Finanzsenator der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Dr. Thomas Meyer-Bohe, im BBL M-V verantwortlich für den Bundesbau, führte als Vertreter des Bauherrn Vor-Ort durch das Richtfest.
In seiner Begrüßung zog Dr. Thomas Meyer-Bohe geographische Linien zwischen St. Petersburg und Paris, Stockholm und Genf, Istanbul und Reykjavik sowie London und Moskau - und landete in Rostock, dem Standort, der vom Bundesministerium der Verteidigung für das Multifunktionsgebäude ausgewählt worden ist.
Die Bundesministerin der Verteidigung zeigte sich an der dritten und letzten Station ihrer Sommerreise - nach der Marineschule Bremerhaven und der Marinetechnikschule in Parow - beim Richtfest in der Hansekaserne Rostock erfreut über die im Kosten- und Zeitrahmen liegende 66,3 Millionen Euro umfassende Investition aus dem Verteidigungshaushalt und der damit verbundenen Verbesserung für die Marine. Besonders bedankte sich Dr. Ursula von der Leyen beim "...professionellen und hoch engagierten Projektteam und bei den am Bau Beteiligten für die bisher geleistete Arbeit". Weitere Investitionen in Höhe von 80 Millionen Euro für den Standort Hohe Düne kündigte die Ministerin an, bevor sie allen Handwerkern und Bauarbeitern einen weiteren unfallfreien Bauverlauf wünschte.
Die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern lobte die Verbesserung der Fähigkeiten zur Verteidigung unseres Landes in Zeiten, in denen die Gefahren durch internationalem Terrorismus, militärische Auseinandersetzungen zunehmen und die Anforderungen insbesondere an die Marine in Zusammenhang mit der Flüchtlingshilfe zunehmen. Dem Verantwortlichen für den Bundesbau im BBL M-V, Dr. Thomas Meyer-Bohe, dankte die Ministerpräsidentin für die bisher geleistete Arbeit der leistungsfähigen Bauverwaltung des Landes M-V.
Der Vizeadmiral verlieh seiner Freude Ausdruck über die zu erwartenden Möglichkeiten im neuen Dienstgebäude, in dem nach Übergabe und technischer Ausstattung ab 2023 der Gefechtsstand rund um die Uhr zur Verfügung stehen wird. Über die voneinander unabhängigen Funktionen in dem neuen Gebäude, die hohen technischen Anforderungen an das Gebäude sowie die beabsichtigte Zertifizierung des Neubaus als Einsatzgebäude für das Nordeuropäische Verteidigungsbündnis informierte der Inspekteur der Marine in seinem Redebeitrag.
Im Anschluss an die Redebeiträge stieg die Richtkrone über der Baustelle auf. Zimmermann Prühs von der beauftragten Rohbaufirma Köthenbürger trug den Richtspruch vor und stieß mit Cornelia Gauß und Robert Klaus vom BBL M-V an, bevor die Trinkgläser dem Brauch folgend zerschlagen werden mussten. Vor dem Richtschmaus trieben die Bundesministerin, die Ministerpräsidentin, Dr. Jürgen Valentin *1, Vizeadmiral Andreas Krause und Holger Richter vom BBL M-V die letzten Nägel in den Dachsparren ein, der eigens dafür vor der Westfassade des Neubaus bereitstand.

Zum Bauprojekt

Die Baustelle läuft bereits seit Mitte des Jahres 2016. Das Baufeld wurde vom Oktober 2016 bis März 2017 freigemacht, dann die Baustelle eingerichtet. Danach begannen im April 2017 die Erdarbeiten. Die Arbeiten am Rohbau, in den nicht weniger als 12.500 Kubikmeter Beton geflossen sind und der jetzt gerichtet wird, laufen seit dem Juni 2017.
Der Bund investiert in den Neubau sowie die Parkpalette für bis zu 210 Fahrzeuge am Standort in der Hansekaserne Rostock etwas mehr als 66 Millionen Euro. Der BBL M-V Geschäftsbereich Schwerin, der für das Bauprojekt verantwortlich ist, plant die Fertigstellung und Übergabe an seinen Auftraggeber, das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, für das Jahr 2020.
*1 - Leiter des Kompetenzzentrum Baumanagement Kiel im Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr
Richtfest am Neubau des MOC in der Hansekaserne Rostock Nachricht im Film auf TV.Rostock am 5. September 2018. Das Richtfest fand einen Tag vorher statt, am 4. September 2018. © 2018 TV.Rostock / mediadock GmbH