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Der BBL M-V stellte sich vor auf dem 13. Mecklenburg-Vorpommern-Tag 2018 in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock © 2018 Holger Martens  Rostock / Norman Wendler  Schwerin

Grundstein gefunden, Schornsteine gesprengt

13.12.2018 | Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems (FLI)
Nach den umfangreichen Investitionen des Bundes in die Neubauten Stallgebäude und Laborgebäude, den Ausbau des Karreegebäudes, werden nun die Außenanlagen auf dem Areal des FLI hergerichtet. Dazu gehört u. a. der Abbruch des ehemaligen Isolierstallgebäudes. Heute wurden zwei Schornsteine gesprengt.
Die Abzugsanlagen waren etwa 30 Meter hoch und dienten im Hochsicherheitskomplex für Arbeiten mit dem Maul- und Klauenseuchen-Virus (MKS) sowie weiteren Tierseuchenerregern in den Sicherheitsstufen L3/S3 und L3+/S3.
Aufgrund eines Beschlusses der DDR-Regierung von 1982 ist der MKS-Komplex errichtet worden. Damit sollte MKS bei Rindern und Schweinen eingegrenzt werden. Der im April 1986 gelegte Grundstein wurde im Zuge der laufenden Abbrucharbeiten gefunden. Die Baupläne, Mark- und Pfennigstücke sowie eine Ausgabe des "Neuen Deutschland" waren in der verschweißten Kartusche zu finden.
Kurz vor der Sprengung übergab Stephan Aufdermauer vom BBL M-V die Kartusche an Prof. Dr. Mettenleiter. Der Leiter des FLI war es dann auch, der die Sprengung (symbolisch) auslöste (siehe Video) und damit die 2 x 5 Kilogramm Riodin zur kontrollierten Explosion brachte.

Clip von der Sprengung am 13. Dezember 2018

Grundstein geborgen, Schornsteine gesprengt Mitschnitt von der Sprengung der beiden Schornsteine am Isolierstallgebäude ISG90 des FLI Riems. © 2018 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern
Der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL M-V) ist mit seiner Abteilung Bundesbau und dem Geschäftsbereich Neubrandenburg für dieses 380 Millionen Euro umfassende Bauprojekt verantwortlich. Der Planungsauftrag mit Machbarkeitsstudie wurde vom Bund im Juli 2003 erteilt, Baubeginn war 2006.
Die derzeit laufenden Abbrucharbeiten ordnen sich in dieses Bauprojekt ein und haben einen Umfang von zwei Millionen Euro. Mit dem Rückbau des ISG 90 wird ein nicht mehr benötigter Baukörper mit einem Volumen von mehr als 46.500 m³ (oberhalb Geländeoberfläche) abgetragen. Dazu gehören die beiden etwa 30 Meter hohen Schornsteine. Bis zu einer Tiefe von 5,5 Meter wird der unterkellerte Bereich aufbereitet.
Die schadstoffbelasteten Baustoffe werden fachgerecht entsorgt und die Fläche versiegelt. Bis zum Frühjahr 2019 sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein.
Auf den Freianlagen entstehen ca. 200 Parkplätze für die Mitarbeitenden des FLI. Mit Blick auf die Zukunft werden einige Stellplätze mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausgestattet. Für die Arbeiten, die ab April 2019 beginnen werden, steht etwa eine Million Euro zur Verfügung.