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Areal der FHöVPuR in Güstrow © 2019 Copter-Drone im Auftrag des Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Land und Leute in Rostock auf dem Campus Ulmenstraße

22.02.2019 | Universität Rostock, Projekt Ulmicum
In der NDR-Sendung "Nordmagazin - Land und Leute" wird heute der Umzug der Universitätsbibliothek Altertumswissenschaften thematisiert. Wie werden Bibliotheken heute und künftig von Menschen genutzt? - so die zentrale Frage in der Sendung, die um 18 Uhr ausgestrahlt wird. Die bauliche Entwicklung der ehemaligen preußischen Kaserne und heutigem universitär genutzten Areal in der Rostocker Kröpeliner-Tor-Vorstadt sind damit untrennbar verbunden. Die Dreharbeiten liefen bereits am Mittwoch auf Campus.
Uwe Sander, Leiter des BBL M-V Geschäftsbereich Hochschul- und Klinikbau stand am Mittwoch dieser Woche dem NDR-Team um Karen Kruse zur Entwicklung des Campus seit 1994 Rede und Antwort. Vom Moderator David Pilgrim interviewt gab Uwe Sander u. a. einen Ausblick auf die weitere Entwicklung des Campus vor dem Hintergrund des Projekts Ulmicum. Derzeit wird vom BBL M-V ein Architektenwettbewerb vorbereitet, mit dem geeignete Architekten für die Errichtung eines Bibliotheksgebäudes sowie eines Gebäudes für das Staatliche Schulamt und das Instituts für Qualitätssicherung (IQ M-V) gefunden werden sollen.

Klicken Sie hier, um die Sendung anzusehen.

Historie des Kasernengeländes

Die Kasernenanlage entstand in den Jahren 1886 bis 1890 am westlichen Stadtrand Rostocks für das Großherzoglich-Mecklenburgische Füsilier-Regiment No. 90.
Mehr als 100 Jahre dauerte die militärische Nutzung der Kaserne, bis zum Truppenabzug der Roten Armee im Sommer 1994. Danach gingen deren Gebäude in das Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern über und wurden der Universität Rostock zur Verfügung gestellt. Die von der Nationalen Volksarmee (NVA) genutzten Gebäude standen bis 2008 der Bundespolizei zur Verfügung und wurden erst 2009 der Universität übergeben.
Das Land M-V entschied, das Areal für die universitäre Nutzung zu öffnen. Die Umgestaltung des Ensembles erfolgt nach einem mit der Denkmalpflege abgestimmten Konzept. Es legte fest, die in desolatem Zustand befindlichen Wagenschuppen und Kammergebäude sowie die Mauer entlang der Arno-Holz-Straße abzureißen und das Areal an dieser Seite durch zwei moderne Hörsaalgebäude zu begrenzen. Die weitere historische Bebauung sollte in mehreren Schritten für eine universitäre Nutzung saniert werden. Nach und nach sollte der strenge militärische Charakter des Quartiers abgemildert und aufgehoben werden.

Wandlung zum Uni-Campus

Von Mai 1998 bis August 2000 ist zunächst Haus 1 für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Rostock mit Sprachenzentrum grundinstandgesetzt worden, Haus 6 als Dienstsitz für das Dezernat Technik dann von Juli 1999 bis Mai 2001. Die Außenanlagen sind zwischen Mai 1999 und Mai 2004 umgestaltet worden, das Areal wurde umfangreich erschlossen. Ab August 2002 bis Mai 2004 ist das Hörsaalgebäude "Auditorium Maximum" errichtet worden. Das Hörsaalgebäude "Arno Esch", baugleich aber spiegelverkehr, ist in den Jahren März 2010 bis Oktober 2011 wie der Audi-Max am Rande des ehemaligen Exerzierplatzes errichtet worden.

360°-Panorama - Klicken Sie in das Bild, um sich auf dem Campus umzusehen!

Land und Leute auf dem Campus Ulmenstraße Rundum strahlend - der Campus hat sich seit 1994 prächtig entwickelt. © 2019 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern