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Baustelle für die Zentralen Medizinischen Funktionen auf dem Campus Schillingallee der Universitätsmedizin Rostock © 2018 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Neubau eines Gebäudes für den Besonderen Fahrdienst, Flugplatz Laage

02.11.2017 I Bundesbau
Der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern, Geschäftsbereich Schwerin errichtet im Auftrag des Bundesministeriums der Verteidigung einen Neubau für den Besonderen Fahrdienst auf dem Flugplatz Laage.
Für die Unterbringung des Personals der Teileinheit Besonderer Fahrdienst sowie ihrer Fahrzeuge wird auf dem Gelände des Flugplatzes Laage ein Neubau geplant.
Zur Sicherstellung einer ständigen Einsatzbereitschaft des Fahrdienstes, der für die Reinigung der Flugbetriebsflächen zu jeder Jahreszeit zuständig ist, dient der Neubau dem (beheizten) Abstellen der Winterdienstgeräte (Norm- und Sondergrößen) und der Sonderkraftfahrzeuge der Flugunfallbereitschaft, hier im speziellen zur Bergung von Luftfahrzeugen.
Die eingeschränkte Manövrierfähigkeit der Schneeräumzüge mit einer Länge von 24 Metern erfordert die Ausbildung der Halle als Durchfahrtshalle.
Durch den Neubau wird der Bedarf des Personals an Büro-, Sozial- und Sanitärräumen gedeckt und ein Minimum an qualifizierten Lagerflächen bereit gestellt. Der Neubau befindet sich direkt neben den Zuwegungen zur Start- und Landebahn.
Der für das Bundesbauprojekt zuständige BBL M-V Geschäftsbereich Schwerin wendet das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) sinngemäß an.
Mit dem Neubau ist erstmals ein zentrale Unterbringung der Teileinheit Besonderer Fahrdienst mit ihren Fahrzeugen und der Teileinheit Luftwaffenpioniere in sichtbarer und direkter Nähe zu den Flug- und Betriebsflächen möglich. Damit verbessern sich nicht nur die Arbeitsbedingungen für die Militär- und Zivilbeschäftigten, sondern die gesamte Fahrzeugtechnik kann effektiver und gezielter eingesetzt werden. Bisher erfolgte die Unterbringung der Fahrzeuge dezentral in leergezogenen Hallen.
Vor Beginn der Arbeiten zur Gründung des Gebäudes war das Baufeld vorzubereiten und freizumachen. Dazu wurde eine Schallschutzmauer abgebrochen, im Baufeld befindliche Versorgungsleitungen umverlegt sowie der Boden in Größenordnungen ausgetauscht um einen tragfähigen Baugrund zu erstellen.

Städtebau

Der zu bebauende Teil des Grundstücks liegt direkt neben den Zuwegungen zur Start- und Landebahn. Es gibt in der unmittelbaren Umgebung des Neubaus keine Gebäude, auf die mit der städtebaulichen Einordnung Bezug genommen werden musste. Die Fluchten der in der jüngeren Vergangenheit entstandenen Neubauten (z. B. Feuerwehr) auf dem Flugplatz, die alle funktionell günstig an den Verkehrsachsen und zum Rollfeld liegen, werden weitgehend aufgenommen. Die Lage des Gebäudes im Gelände richtet sich nach den funktionalen Anforderungen und den ökonomischen Grundsätzen. Das heißt kurze Wege vom Abstell- zum Einsatzort und Minimierung der für den Fahrverkehr notwendigen zu befestigenden Flächen.

Funktion

Die Abstellflächen für die Technik, die dazugehörigen Lagerräume und der Personalbereich (Büro- und Sozialräume) gliedern das Gebäude in zwei unterschiedliche Gebäudeteile und aus Brandschutzgründen damit auch in zwei Baukörper. Es gibt einen Hallenbereich, deren Kubatur von den abzustellenden Fahrzeugen bestimmt wird und einen Bereich, der aufgrund der notwendigen Krananlage und der geforderten überdachten, aber offenen Abstellfläche, als zweigeschossiger Bau ausgeführt wird und somit die Personalräume flächensparend im Obergeschoss aufnehmen kann.

Gestaltung

Gestalterisch soll das Gebäude durch eine einheitliche, signifikante Fassadengestaltung als Einheit erscheinen. Die Halle im gesamten Erdgeschoss wird, der industriellen Nutzung entsprechend, gestalterisch einfach gehalten. Um die langgestreckte Fassade etwas zu beleben, wechseln sich die unterschiedlich breiten Tore ab. So entsteht ein Rhythmus, der die Gestaltung der Fassade positiv beeinflusst. Das gesamte Obergeschoss wird mittels der eingesetzten Fensterbänder als besondere Nutzungseinheit (Personalbereich) betont. Die Gestaltung folgt dem Konzept, das auf der geforderten Anpassung an die vorhandene Bebauung (hinsichtlich Materialwahl und Farbgebung) basiert und so die Aufgabenstellung für Neubauten auf dem Flugplatz Laage berücksichtigt. Länge, Breite und Höhe des Gebäudes sowie das Gebäuderaster werden von den geforderten Stellflächen für die Fahrzeuge bestimmt

Planungsdaten Neubau Besonderer Fahrdienst, Flugplatz Laage

Bauherr Bundesministerium der Verteidigung
Projektleitung BBL M-V, Geschäftsbereich Schwerin
Planung/Bauleitung mhb Planungs- und Ingenieurgesellschaft mbH Rostock
Gesamtbaukosten 7,5 Mio. Euro
Bauzeit 10.2016 bis 12.2018
Nutzfläche 2.175 m²
Stand: Dezember 2018

Standort Flugplatz Laage