Zum Content springen
Areal der FHöVPuR in Güstrow © 2019 Copter-Drone im Auftrag des Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Richtfest für neue Reithalle in Redefin - Sichtbares Zeichen für die Zukunft des Landgestüts

23.02.2012 | Landgestüt Redefin
Anlässlich des Richtfestes am 17. Februar 2012 besuchte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus das Landgestüt Redefin. Für die Planung und Betreuung dieses Bauvorhabens wie auch für die Umsetzung weiterer Investitionen auf dem Landgestüt ist der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern zuständig.
"Mit dem Neubau der Multifunktionshalle erhält das Landgestüt nunmehr ein Kernstück an zusätzlicher Funktionalität, das sich positiv auf alle Tätigkeitsbereiche auswirken wird",

sagte Backhaus in Redefin. Im 200. Jahr des Bestehens des Gestüts werde ein sichtbares Zeichen für die Zukunft gesetzt. Ziel sei es, ihm langfristig eine Perspektive zu erhalten und die Wirtschaftlichkeit des Betriebes auf Dauer zu fördern.
Das neue Gebäude wird vorrangig als Reithalle für die Lehrgänge der Landesreit- und Fahrschule, für die tägliche Arbeit mit den gestütseigenen Pferden sowie bei pferdesportlichen und pferdezüchterischen Veranstaltungen zur Vorbereitungsphase genutzt. Künftig werden die Pferde in dieser Halle aufgewärmt, bewegt und abgeritten, bevor sie in die eigentliche Veranstaltungshalle kommen. Dies ist insbesondere in der kalten Jahreszeit und bei widrigen Witterungsbedingungen von großer Bedeutung. Gleichzeitig wird die neue Multifunktionshalle die benachbarte Reithalle entlasten, und damit können perspektivisch mehr Veranstaltungen durchgeführt werden.
Mit dem Neubau erhält das Gestüt ein weiteres Hallengebäude mit ca. 1.600 m² Nutzfläche. Es nimmt Elemente der Gestaltung und die eingeschossige Bauweise der angrenzenden Reithalle auf und tritt so in den Dialog mit der vorhandenen Halle und den beidseitig angelegten Boxenställen.
Die Konstruktion der Halle bilden Stützen aus Fertigteilen mit einer Konstruktion des Daches aus zweiteiligem Brettschichtholz. Horizontale Fensterbänder in den Fassaden und im Firstbereich sowie an den Bindern befestigte Leuchten sorgen für eine ausreichende Belichtung der Halle. Boden und Bande gehören zur typischen Ausstattung der Reithalle.
Beim Entwurf des Neubaus wurde zudem auf Material sparende Konstruktionsweisen geachtet. So kommen mit der Konstruktion aus Stahlbetonstützen, Porenbetonwandelemente, Dachtragwerk aus Brettschichtholzbindern mit Zugbändern, Dachdeckung aus Stahl-Sandwichelementen und Aluminium-Fensterelementen zunächst überaus dauerhafte Baustoffe zum Einsatz, wobei ein Großteil der verwendeten Baustoffe nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer über das Baustoffrecycling in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden kann. Auch wird bei diesem Neubau auf eine nachhaltige Energienutzung Wert gelegt durch die Installation einer verbrauchsoptimierten und damit kostensparenden und Ressourcen schonenden Anlagetechnik.
Die Gesamtbaukosten für die Reithalle betragen rund 1,25 Millionen Euro. Ende April soll die Eröffnung stattfinden. Zu den durch den Betrieb für Bau und Liegenschaften M-V bereits realisierten Projekten auf dem Gestüt zählen im Wesentlichen die Rekonstruktion des Gärtnerhauses, das jetzt der Gestütsleiterin und Geschäftsführerin als Dienstwohnung dient, sowie ein Ersatzneubau für die alte Strohlagerhalle, die im Dezember 2011 einer Brandstiftung zum Opfer fiel.