Zum Content springen
Baustelle für die Zentralen Medizinischen Funktionen auf dem Campus Schillingallee der Universitätsmedizin Rostock © 2018 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Staatliches Museum Schwerin - Restaurierung der Fassade und Neugestaltung der Außenanlagen im Innenhof

20.07.2018 I EFRE im BBL M-V
Die Europäische Union (EU) unterstützt u. a. die Entwicklung strukturschwacher Regionen auf unserem Kontinent. Damit möchte die Gemeinschaft der 28 Mitgliedsländer unterschiedlich stark bzw. schwach entwickelte Gebiete einander angleichen. Einen Teil dieser Investitionen setzt der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL M-V) in Mecklenburg-Vorpommern um.
Logo des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung

Investition in Wachstum und Beschäftigung

Förderung der nachhaltigen Stadtentwicklung zur Verbesserung der dauerhaften Nutzung des kulturellen Erbes
Staatliches Museum Schwerin - Restaurierung Fassade, Neugestaltung Außenanlagen

Historie

Das Galeriegebäude des Staatlichen Museums Schwerin befindet sich im historischen Zentrum der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns. Es ist Teil des Residenzensembles und liegt in der Kernzone des Antragsgebietes zur Aufnahme in das Weltkulturerbe der UNESCO. Das Gebäude beherbergt die Galerie Alte und Neue Meister. Der Architekt Hermann Willebrand (1816 bis 1899), ein Schüler Friedrich August Stülers, entwarf den damals technisch wegweisenden Neubau des Museums nach modernsten Gesichtspunkten. Der Neubau im Auftrag von Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin (1823-1883) wurde 1882 eröffnet. Direkt am Schweriner See und am Alten Garten gelegen prägt die Galerie, gemeinsam mit dem Schweriner Schloss, dem Staatstheater, der Staatskanzlei sowie dem Alten Palais, einen der wenigen komplett erhaltenen historistischen Plätze in Deutschland.
Seit den 1990er Jahren sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an den Fassaden des Gebäudes durchgeführt worden. Nur die rückseitige Fassade ist im Gegensatz zu den anderen nie überarbeitet worden und bisher unsaniert geblieben. Sie zeigt heute einen nahezu unverfälschten historischen Zustand, der noch dem ursprünglichen Erscheinungsbild von 1882 entspricht. Die festgestellten Schäden an den Putzflächen und Gesimsen, an Blechabdeckungen und Schmuckelementen müssen dringend beseitigt werden.

Außenanlagen

Ziel der Gestaltung des Außenraums ist es, den Innenhof und den Freiraum zur Werderstraße aufzuwerten und für eine Ausstellung von Skulpturen nutzbar zu machen. Die Liegenschaft soll den potentiellen Gästen und Touristen weitgehend geöffnet werden. Es soll ein interessanter Weg zwischen Werderstraße und Ekhofplatz/Tappenhagen in der Altstadt entstehen. Der Hofbereich soll Besucher auf Ausstellungen in den neu gestalteten Außenanlagen aufmerksam machen und zum Verweilen einladen. Für die Einrichtung des Hofes für die Skulpturen ist eine umfassende gestalterische Neuordnung der gesamten Außenanlagen notwendig. Unter Erhaltung der historischen Struktur sind alle Oberflächen zu erneuern. Der Vorbereich von Erweiterungsbau und Weißer Villa sowie der Wirtschaftshof des Museums im inneren Bereich des Quartiers werden gartenartig begrünt ausgeführt.

Skulpturenhof

Das Staatliche Museum Schwerin befindet sich laut touristischem Entwicklungskonzept für die Landeshauptstadt ab 2012 im "Kultur-Quartier" und stellt den Übergang und damit die Verbindung von der Altstadt, dem Shoppingstandort und dem Wasser mit der Wasserkulisse und dem Ufererlebnis dar. Der neu zu schaffende Skulpturenhof soll zwischen diesen Polen eine neue Verbindungsachse darstellen, die dem Touristen auf seinem Weg von der Altstadt zum Wasser und zum Schloss mit dem zweiten kulturellen Highlight, der Galerie Alte und Neue Meister, bekannt macht. Mit der Erschließung des Innenhofes, wird ein zentral im Welterbe-Areal gelegener ehemaliger Garten und zwischenzeitlicher Hinterhof zu einem Kunststandort aufgewertet. Die deutliche Aufwertung des Ortes und seiner Funktion geht konsequenterweise mit der Herrichtung der seit dem 2. Weltkrieg bislang nur teilweise sanierten rückwärtigen Bereiche der Fassade des Galeriegebäudes einher.

Planungsdaten Restaurierung Fassade und Außenanlagen Innenhof Staatliches Museum Schwerin

Baubeginn 09/2017
geplantes Bauende 08/2020
Gesamtbaukosten 3,8 Mio. Euro
davon Baukosten 3 Mio. Euro
davon Honorare 0,8 Mio. Euro
Planungsbüros
Gebäude/Fassade Heidelmann und Klingebiel Planungsgesellschaft mbH, Dresden
Wirtschaftshof Steinhausen Justi Landschaftsarchitekten GmbH, Schwerin
Regenwasserkanal VIUS Ingenieurplanung GmbH Co. KG, Schwerin
Skulpturenhof Freier Landschaftsarchitekt Dipl.-Ing. Rother, Rostock
Stand: 20. Juli 2018