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Baustelle für die Zentralen Medizinischen Funktionen auf dem Campus Schillingallee der Universitätsmedizin Rostock © 2018 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Unterbringung des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF) in der Außenstelle in Neubrandenburg

19.09.2017 | EFRE im BBL M-V
Auf der landeseigenen Liegenschaft in der Demminer Straße 46 in Neubrandenburg finden zurzeit Umbau- und Sanierungsarbeiten zur Fertigstellung des Erweiterungsbaus für die Außenstelle des LALLF statt. Zurzeit laufen Abbrucharbeiten. Ein Gerüst auf der Rückseite des Gebäudes mit Rutsche für den Schutt ist aufgestellt. Verantwortlich für diese Baumaßnahme ist der Geschäftsbereich Neubrandenburg des Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V).
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Investition in Wachstum und Beschäftigung

Förderung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden
Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF) in der Außenstelle in Neubrandenburg - Energetische Sanierung

Zur Historie

Ende der 1960er Jahre wurde ein sogenannter Erweiterungsbau, das Tiergesundheitsamt, unmittelbar angrenzend an der vorhandenen Tierklinik errichtet. Der abgewinkelte, fünfgeschossige, nicht unterkellerte, monolithische und massive Erweiterungsbau mit flachgeneigtem Pultdach untergliedert sich in einen Verwaltungs- und einen Labortrakt. In einem ersten Bauabschnitt, beginnend in 2007 wurden das Laborgebäude innen, ein Großteil der Fenster und die Toiletten im Verwaltungsgebäude saniert bzw. erneuert.

 

Sanierung der Gebäudehülle

Die jetzige Baumaßnahme umfasst neben der energetischen Sanierung der Gebäudehülle die komplette Erneuerung des Verwaltungsbereiches, des sogenannten "Chlorhausanbaus" sowie den Umbau der Garagen.
Die vorhandene Fassade, bestehend in der Straßenfassade aus einer Kombination sichtbarer Stahlbetonskelette (Stützen und Riegel) sowie Ausfachungen einzelner Felder aus dunkelroten Klinkern, der verputzte Laborvorbau und die verputzte Hofseite im Bestand erhalten an den Längsfassaden (außer dem Laborvorbau an der Südfassade) und den Giebeln eine lachsfarbene hinterlüftete und wärmegedämmte Ziegelfassade, bestehend aus
  • einer Metall-Unterkonstruktion,
  • einer 18 cm kaschierten, durchgehend wasserabweisenden und nicht brennbaren Wärmedämmschicht (Mineralwolle WLG 035),
  • einer 4 cm dicken Luftschicht und
  • einer 3 cm dicken kleinformatigen, lachsfarbenen Ziegelplatten.
Die Fassade korrespondiert sehr gut mit der Bestandsklinkerfassade der angrenzenden historischen Tierklinik und ist damit eine bauphysikalisch hochwertige, nachhaltige und Ressourcen schonende Fassade.

Der nur viergeschossige und südseitig um etwa 3,5 Meter vorspringende Laborvorbau stellt optisch einen eigenständigen Baukörper dar. Er erhält eine silbergraue hinterlüftete High Pressure Laminate (HPL) Fassade aus schwer entflammbaren HPL-Platten. Der Schichtenaufbau dieser Fassade besteht aus
  • einer Unterkonstruktion aus Metall,
  • einer 18 cm kaschierten, durchgehend wasserabweisenden, nichtbrennbaren Wärmedämmschicht (Mineralwolle WLG035),
  • einer 4 cm dicken Luftschicht und
  • 8 mm dicken, schwer entflammbaren HPL-Platten mit sichtbarer Befestigung durch Nieten.
Die Fassade des kleinen vorspringenden Windfangs (Haupteingang zum Foyer/Treppenhaus 1) wird ebenfalls als Plattenfassade ausgeführt, jedoch mit einer geringeren Dämmschichtdicke. Anstelle der HPL-Platten werden nichtbrennbare Eternitplatten verwendet.
Im 4. Obergeschoss werden an der Südseite die vorhandenen alten Holzverbundfenster durch neue Kunststofffenster ersetzt. Die neuen Fenster werden der Fensterhöhe des Verwaltungsteils angepasst.

Die vorhandenen Treppenhausfenster aus Kunststoff im Laborgebäude im Treppenhaus 2 werden ebenfalls ausgebaut und durch kleinere, schmalere, wärmegedämmte, weiße Kunststofffenster ersetzt. Sämtliche neuen Fenster werden mit Sonnenschutzglas versehen. Die bereits erneuerten Kunststofffenster des Laborgebäudes werden ausgebaut und in die neue Dämmebene der hinterlüfteten Fassade (außen auf die Massivwand) gesetzt und fachgerecht abgedichtet. Diese Fenster werden mit einer Sonnenschutzfolie beklebt. Die Treppenhäuser erhalten neue zweiflügelige, wärmegedämmte Glastüren mit Metallrahmen. In der Werkstatt und im Heizungsraum im Laborgebäude werden neue wärmegedämmte Metalltüren eingebaut. Die hofseitigen Fenster im Bereich der Flure des Verwaltungsgebäudes müssen aus Brandschutzgründen ausgebaut werden. Auf der Nordseite (Hofseite) des Treppenhauses 1 werden in allen Obergeschossen neue, wärmegedämmte, zweiflügelige Fenstertüren mit Wärmedämmglas und Metallrahmen eingebaut. Diese Fenstertüren ermöglichen dem Nutzer das Einbringen von sperrigen und schweren Ausrüstungen für das Labor (per Kran oder Hubwagen) in alle Gebäudeetagen und können in den Sommermonaten für die Raumtemperaturregulierung (Querlüftung) und die zusätzliche natürliche Belichtung des Treppenhauses 1 genutzt werden. Die Scheiben der bereits erneuerten Kunststofffenster im Labor- und Verwaltungsgebäude werden gemäß Nachweis "Sommerlicher Wärmeschutz" mit reflektierenden Sonnenschutz- und Sichtschutzfolien versehen.
Die vorhandene Dachdeckung des Flachdaches erhält einen neuen wärmegedämmten Dachaufbau.

Baumaßnahme - konstruktive und bautechnische Besonderheiten

Im 4. Obergeschoss des Laborgebäudes wird ein neuer, größerer Mehrzweckraum geschaffen. Der Verwaltungsbereich wird komplett entkernt.
Für die barrierefreie Erschließung des Gebäudes wird ein Aufzug errichtet. Das Gebäude wird mit Fernwärme beheizt und mit neuen Heizkörpern ausgestattet. Im Zuge der energetischen Sanierung wurde unter anderem das vorhandene Heizungssystem auf die neuen Raumheizflächen abgeglichen.
Die Beleuchtung wird erneuert und mit LED-Leuchten ausgeführt.
Die Baumaßnahme mit insgesamt 3 Millionen Euro Gesamtbaukosten wird mit 1,4 Millionen Euro von der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds "EFRE V - Förderung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden" 2014-2020 gefördert.

Planungsdaten Unterbringung des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF) in der Außenstelle in Neubrandenburg

Bauherr Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch den BBL M-V, Geschäftsbereich Neubrandenburg
Projektleitung BBL M-V, Geschäftsbereich Neubrandenburg
Baubetreuung Architekturbüro Günter Heinz Neubrandenburg
Planung Architekturbüro Günter Heinz Neubrandenburg
Gesamtbaukosten 3 Mio. Euro, davon 1,4 Mio. Euro EFRE-Förderung
Baubeginn 07/2017
geplantes Bauende 03/2019
Nutzfläche 1.666 m²
Brutto-Grundfläche 3.326 m²

Betreten verboten! Deshalb hier ein Blick auf die Baustelle im 360°-Panorama.

360 - Baustelle LALLF Neubrandenburg 360 Grad-Aufnahme von der Baustelle © 2017 Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern

Lageplan LALLF in Neubrandenburg